Die Geschichte von Schacht Konrad

1933
Entdeckung des Erzlagers Schacht Konrad

1957-1965
Errichtung des Erzbergwerks Schacht Konrad

1965-1976
In dem Bergwerk wird Erz abgebaut, bis der Betrieb nach nur 10 Jahren aus Kostengründen eingestellt werden muss. Der Betriebsrat sucht nach anderweitigen Nutzungsmöglichkeiten.

1976-1982
Weil Schacht Konrad sich anbietet, entscheidet der Bund dort schwach und mittel radioaktiven Atommüll endzulagern. Der Standort wird auf seine Eignung als Endlager untersucht.

31.8.1982
Die zuständige Physikalisch-technische Bundesanstalt stellt einen Antrag auf Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens für das geplante Endlager.

30.10.1982
10.000 Menschen demonstrieren in Salzgitter gegen die Pläne. Bei dieser „Schlacht am Schacht“ kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

1985/1986
Der Planantrag wird geändert. Statt dem Vorhaben in Schacht Konrad schwach und mittel radioaktiven Müll einzulagern, soll jetzt jeder atomare Müll erlaubt sein, der das umgebende Wirtsgestein um nicht mehr als drei Grad Celsius erwärmt.

19.8.1987
Die „Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e.V.“ wird gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von lokalen Initiativen, Organisationen und auch Kommunen, die sich gegen die Endlagerpläne zur Wehr setzen.

1991
Die Planunterlagen werden ausgelegt. Gegen diese werden 289.387 Einwendungen erhoben.

1992/1993
An 75 Verhandlungstagen werden die Einwendungen erörtert. Während der Verhandlungen findet eine Demonstration mit 7.000 TeilnehmerInnen statt.

2000
Die rot-grüne Bundesregierung sagt der Energiewirtschaft im so genannten Konsensvertrag zu, das Planfeststellungsverfahren für Schacht Konrad schnell abzuschließen.

31.6.2000
5.000 Metaller vor Ort legen aus Protest gegen die Pläne zur Errichtung des Endlagers für eine Stunde die Arbeit nieder.

10.5.2002
Zusammen mit anderen Anti-Atom-AktivistInnen besetzen Mitglieder von ROBIN WOOD den Förderturm auf dem Gelände des Schacht Konrad und entrollen ein Transparent mit der Aufschrift: „Wir sind doch alle nicht ganz dicht. Endlagerprojekte stoppen. Atomausstieg sofort!"

5.6.2002
Auf Drängen des Bundes genehmigt das niedersächsische Umweltministerium unter Wolfgang Jüttner (SPD) den Planfeststellungsantrag. Dagegen klagen die Gemeinden Salzgitter, Lengede und Vechelde, sowie die Familie Traube.

28.2., 1.3. und 2.3.2006
Während das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die Klagen verhandelt, protestieren vor dem Gebäude AtomkraftgegnerInnen, unter ihnen ROBIN WOOD-AktivistInnen.

8.3.2006
Das Gericht verkündet sein Urteil. Alle Klagen werden abgewiesen, nicht einmal ein Revisionsrecht wird eingeräumt. Dieses wollen die KlägerInnen vor dem Bundesverwaltungsgericht einklagen.