Braunkohle
 

Der Rohstoff Braunkohle ist in Europa so bedeutsam wie nie zuvor. Um den zweifelsohne klimaschädlichsten Energieträger ist eine heftige Diskussion entbrannt. Nach den USA und China ist Europa der drittgrößte Kohle-Verbraucher. In Deutschland beträgt der Braunkohleanteil am Primärenergie-Verbrauch ca. 10 Prozent, doch der Anteil an den klimaschädigenden CO2-Emissionen ist doppelt so hoch. Dennoch will sich die Stromwirtschaft nicht von diesem Energieträger verabschieden.


Fotos: Michael Dieke

Ganz im Gegenteil: die Energiekonzerne Vattenfall Europe und RWE planen den Bau neuer Braunkohlekraftwerke. Der allerwelt spürbare Klimawandel, an dem der hohe CO2-Ausstoß der Wirtschaft - auch und vor allem der deutschen Stromwirtschaft - ursächlich beteiligt ist, wird so nicht aufzuhalten sein.

 

Hintergrund

Zur Zeit werden in der Bundesrepublik zirka 10 Prozent des Primärenergie-Verbrauchs bzw. 27 Prozent der Stromerzeugung durch Braunkohle gedeckt. Dieser Rohstoff wird von der deutschen Energiewirtschaft als wichtigster Energieträger angesehen und als Stabilitätsfaktor und Impulsgeber für die nationale Wirtschaft bewertet.

Der Bundesverband Braunkohle (DEBRIV) behauptet: "Braunkohle ist ein unverzichtbarer, umweltverträglicher und subventionsfreier Energieträger." Das ist falsch! (mehr...)


 

Braunkohle kontra Klimaschutz

Braunkohle gilt als Klimakiller Nr. 1, da bei der Verstromung enorm hohe Mengen des klimaschädigenden Treibhausgases Kohlendioxid freigesetzt werden. Der Klimawandel, vor dem WissenschaftlerInnen und Umweltorganisationen schon vor Jahrzehnten gewarnt haben, ist heute weltweit spür- und beobachtbar. (mehr...)

ROBIN WOOD-Positionspapier zum CO2-freien Kohlekraftwerk (pdf, ca. 40 kB).


 

Vorkommen von Braunkohle

Entstanden ist die Braunkohle aus Jahrmillionen alten Torfmooren (also pflanzlich), die mehrfach von Sedimenten im Laufe der Erdgeschichte überdeckt wurden. Da das Deckgebirge über der Braunkohle meist aus Sand, Kies und Ton und teilweise (im Rheinland und in den mitteldeutschen Revieren) aus Lös bestehen, ist eine Gewinnung der Braunkohle nur im Tagebau möglich. (mehr...)


 

Aktionen

Pressemitteilung vom 6.10.2005
Baumbesetzer gegen Braunkohlebagger - ROBIN WOOD-AktivistInnen richten sich auf Bäumen häuslich ein, die Vattenfall für den Braunkohletagebau in der Lausitz fällen will


Wie am Mittag bekannt wurde, haben drei ROBIN WOOD-AktivistInnen heute in den frühen Morgenstunden am Hammergraben in der Nähe des Örtchens Lacoma bei Cottbus Bäume besetzt. Sie hängten in etwa zehn Meter Höhe Plattformen auf, so dass sie dort auf unbestimmte Zeit ausharren können. Die besetzten Pappeln stehen direkt auf der geplanten Bautrasse im Gebiet der ökologisch besonders wertvollen Lacomaer Teiche im Landschaftsschutzgebiet Peitzer Teichlandschaft. Der Energiekonzern Vattenfall will dort Braunkohle abbaggern, um das nahe gelegene Kraftwerk Jänschwalde mit Brennstoff zu versorgen. Das Landesumweltamt von Brandenburg hatte in dieser Woche Vattenfall grünes Licht gegeben, sofort mit Baumfällarbeiten und dem Bau von Entwässerungsanlagen in dem Landschaftsschutzgebiet "Peitzer Teichlandschaft mit Hammergraben" zu beginnen. ROBIN WOOD fordert Vattenfall auf, die Braunkohlebagger in ausreichendem Abstand zum Hammergraben zu stoppen und die unersetzliche Teichlandschaft zu erhalten. (mehr...)


Pressemitteilung vom 20.4.2005
Umweltschützer contra Vattenfall


Proteste vor der schwedischen Botschaft gegen Braunkohletagebaue und die Zerstörung der Lacomaer Teichlandschaft

AktivistInnen der Umweltorganisation ROBIN WOOD und der Initiativgruppe "Freunde von Lacoma" haben heute Vormittag gemeinsam vor den Nordischen Botschaften in Berlin gegen den Braunkohletagebau des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall in Ostdeutschland demonstriert. Die Proteste richten sich insbesondere gegen die Zerstörung des ökologisch wertvollen Teichgebietes von Lacoma bei Cottbus durch den Braunkohlebergbau. Die AktivistInnen entrollten Transparente mit den Aufschriften: "Keine neuen Kohlelöcher - Rettet die Teichlandschaft von Lacoma" und "Vattenfall - Als Klimakiller top, im Umweltschutz ein Flop". (mehr...)


Pressemitteilung vom 1.4.2004
Vattenfall die rote Karte zeigen


ROBIN WOOD-Aktion gegen die Zerstörung der Lacomaer Teiche durch den Braunkohletagebau in der Lausitz

Aus Protest gegen die Pläne des Energiekonzerns Vattenfall, eine ökologisch wertvolle Teichlandschaft in der Lausitz für den Braunkohletagebau Cottbus-Nord zu verwüsten, haben heute AktivistInnen von ROBIN WOOD gemeinsam mit NaturschützerInnen aus Lacoma vor der Berliner Konzernzentrale von Vattenfall demonstriert. ROBIN WOOD-Aktivisten erklommen das Vattenfall-Gebäude und entrollten dort ein Transparent mit dem Slogan: "So viel Natur für so wenig Kohle? - Rettet Lacoma! Energiewende jetzt!" Um den Druck auf Vattenfall zu erhöhen, von dem Projekt abzulassen, fordert ROBIN WOOD die StromkundInnen des Konzerns - mit seinen Marken Bewag und HEW - dazu auf, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. (mehr...)


Pressemitteilung vom 5.11.2003
Erneuerbare Energien unverzichtbar für Klimaschutz


Umweltverbände demonstrieren für zukunftsfähige Energiepolitik

Berlin, 5. 11. 2003: Eine breite Allianz deutscher Umwelt- und Naturschutzorganisationen fordert die Bundesregierung anlässlich eines heute in Berlin stattfindenden Aktionstages auf, Erneuerbare Energien weiter massiv auszubauen. Greenpeace, WWF, BUND, NABU, ROBIN WOOD, Deutsche Umwelthilfe, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und Germanwatch, die alle am Aktionstag teilnehmen, halten die Erneuerbaren Energien für dringend notwendig, um die Ziele des Klimaschutzes zu erreichen. Das entscheidende Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) muss beibehalten und ausgeweitet werden. Die Organisationen erwarten von der Regierung, dass sie den umweltfreundlichen Energieträgern nicht die Einspeisevergütung kürzt. Zudem darf es bei den Abgaben der Industrie für den Ökostrom keine weiteren Ausnahmen geben. Dies würde das EEG aushöhlen und damit 130.000 Arbeitsplätze und den Klimaschutz gefährden. (mehr...)


Pressemitteilung vom 7.10.2003
Lacoma muss bleiben !


ROBIN WOOD protestiert gegen den Abriss des Dorfes Lacoma und die Erschließung weiterer Braunkohletagebaue

"Kultur statt Kohle - Lacoma statt Vattenfall" steht auf dem Transparent, das ROBIN WOOD-AktivistInnen heute Morgen nahe der Ortschaft Lacoma gespannt haben. Die UmweltschützerInnen fordern den Erhalt des Dorfes und seiner ökologisch wertvollen Teichlandschaft. Der Energiekonzern Vattenfall Europe plant, einige Häuser noch in diesem Jahr abzureißen und mit der Entwässerung des Gebietes zu beginnen. Wo jetzt noch Menschen und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten leben, soll in den nächsten Jahren eine Braunkohlegrube entstehen. (mehr...)


Pressemitteilung vom 18.9.2003
Kanzler kungelt mit Klima- und Jobkillern


Berlin: Mit scharfer Kritik haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE), die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), die Fördergemeinschaft für Umwelt, Bildung und Arbeit (FUBA), Germanwatch, der Naturschutzbund NABU, ROBIN WOOD und der WWF Deutschland das heute stattfindende Kanzlergespräch zur Energiepolitik kommentiert. Das Treffen sei eine "Kanzler-Kungelrunde mit Klima- und Jobkillern". Die Verbände sind der Auffassung, dass ein Gespräch ausschließlich mit der Atom-, Kohle- und Industrielobby das falsche energiepolitische Signal aussende. Die Vertreter erneuerbarer Energien und Umweltorganisationen gehörten ebenfalls an den Verhandlungstisch. (mehr...)


 

Pressemitteilungen

Energie, 29.5.2006
"CO2-freies" Versuchskraftwerk nur ein Feigenblatt für Vattenfall - Vattenfall setzt weiterhin auf dreckige Kohleverstromung und bleibt der zweitgrößte Klimasünder in Deutschland
Energie, 2.11.2005
Vattenfall kontra Klimaschutz - ROBIN WOOD protestiert gegen die drohende Enteignung der Familie Domain aus Horno und fordert den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung
Energie, 18.10.2005
Baumbesetzung in Lacoma beendet - Umweltaktivisten überstehen gefährliche Räumung unverletzt
Energie, 6.10.2005
Baumbesetzer gegen Braunkohlebagger - ROBIN WOOD-AktivistInnen richten sich auf Bäumen häuslich ein, die Vattenfall für den Braunkohletagebau in der Lausitz fällen will
Energie, 20.4.2005
Umweltschützer contra Vattenfall - Proteste vor der schwedischen Botschaft gegen Braunkohletagebaue und die Zerstörung der Lacomaer Teichlandschaft
energy, 20.4.2005 (swedish version)
Miljövänner mot Vattenfall - Protester framför Sveriges Ambassad mot brunkolsdagbrott och förstörelse av Lacomas sjölandskap
Energie, 17.6.2004
Dividende zu Lasten des Klimas - ROBIN WOOD fordert bei Vattenfall-Hauptversammlung Ausstieg aus der Braunkohleverstromung
Energie, 20.4.2004
Proteste bei Einweihung der neuen Vattenfall-Zentrale in Cottbus - Umweltschützer fordern Erhalt der Lacomaer Teichlandschaft / Strafanzeige der Grünen Liga gegen Vattenfall-Konzern
Energie, 1.4.2004
Vattenfall die rote Karte zeigen - ROBIN WOOD-Aktion gegen die Zerstörung der Lacomaer Teiche durch den Braunkohletagebau in der Lausitz
energy, 4/1/2004 (english version)
Showing Vattenfall the red card - ROBIN WOOD campaigns against the destruction of Lacoma's lakes by brown coal mining in the Lausitz region.
Energie, 19.12.2003
Rettet Lacoma! - ROBIN WOOD protestiert vor Vattenfall-Zentrale in Berlin gegen den Braunkohletagebau in der Lausitz und die Zerstörung des Dorfes Lacoma
Energie, 7.10.2003
Lacoma muss bleiben ! - ROBIN WOOD protestiert gegen den Abriss des Dorfes Lacoma und die Erschließung weiterer Braunkohletagebaue
Energie, 1.10.2003
Kultur & Natur statt Kohlegrube - ROBIN WOOD fordert den Erhalt des ostbrandenburgischen Dorfes Lacoma


 

Konkret ... was können wir tun?

Seit der Liberalisierung des Strommarktes kann jede und jeder selbst entscheiden, wer an der Stromrechnung verdient und wofür das Geld ausgegeben wird. Es gibt Stromanbieter, die umweltfreundlichen Strom aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und modernen Blockheizkraftwerken liefern und ihren Gewinn in den Bau neuer zukunftsfähiger Stromerzeugungsanlagen investieren. Wechseln Sie den Stromanbieter: Der persönliche Ausstieg aus der Atomenergie und der Kohleverstromung ist jederzeit möglich.

Weitere Infos finden Sie hier.

Unser online-Protest für den Erhalt der Lacomaer Teichlandschaft ist inwischen beendet aber zur Dokumentation weiterhin einzusehen.


 

Kurz gefasst... was bedeutet Braunkohlenutzung?

  • Klimazerstörung
  • Landschaftszerstörung
  • Vernichtung von alten gewachsenen Siedlungsstrukturen
  • Millionen Ausgaben für eine veraltete Energieform
  • Hemmung der Entwicklung zukunftsfähiger Energieträger
Wechseln Sie deshalb Ihren Stromanbieter,
sollten Sie noch Strom aus Braunkohle beziehen!


 

Links

Initiativen und Verbände:
www.bund-nrw.de/braunkohle BUND Nordrheinwestfalen
www.lacoma.info
www.Heuersdorf.de
www.Horno.de (wird nicht mehr aktualisiert)
www.Tagebauweb.de
Ökoinstitut (Energie & Klimaschutz) (alt)

Braunkohlewirtschaft:
www.braunkohle.de Bundesverband Braunkohle


 

Fragen an ROBIN WOOD

Für weitere Rückfragen:
Dirk Seifert
Energiereferent, Tel. 040 / 380 892-21, energie@robinwood.de
Ute Bertrand
Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892-22, presse@robinwood.de

(weitere ROBIN WOOD-Adressen...)

...wir halten sie gern auf dem Laufenden! Bitte schreiben Sie uns, welche Infos wir Ihnen in Zukunft zusenden dürfen. Gern informieren wir Sie aktuell per eMail über die weitere Entwicklung der Energie-Themen. Aber auch zu den Themen Tropenwald, Verkehr und/oder Wald können wir Ihnen in loser Folge jeweils die aktuellen Entwicklungen mitteilen. Bestellen Sie unsere umfassenden Informationen und wir nehmen Sie gern auch in unseren Brief-Post-Verteiler auf.