Hintergrund
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Braunkohle ist kein umweltfreundlicher und subventionsfreier Energieträger!
Eine Studie des Umweltbundesamtes beziffert die Begünstigungen der Braunkohle auf knapp eine Milliarde Euro jährlich. Hierbei handelt es sich um Umsiedlungsförderungen und eine unentgeltliche oder extrem günstige Nutzung von Wasser; allein die Befreiung von der Stromsteuer schlage nach Aussagen des Umweltbundesamtes mit 500 Millionen Euro jährlich zu Buche.
Hinzu kämen so genannte externe Schäden, die durch die steigenden Kohlendioxid-Emissionen weltweit entstehen die Kosten werden auf bis zu 25 Milliarden Euro geschätzt. Diese Schäden werden den Braunkohlekonzernen als Mitverursacher des Klimawandels nicht in Rechnung gestellt. (mehr...)
Im Jahr 2002 verzeichnete die deutsche Braunkohleindustrie Zuwächse bei der Förderung von 3,7% (Fördermenge: 181,8 Millionen Tonnen). Der Absatz für die Stromerzeugung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % auf 167,3 Millionen Tonnen. Die Kohlestatistik der deutschen Kohlewirtschaft e.V. gibt an, dass sowohl in West- wie auch in Ostdeutschland jeweils rund 10.000 Megawatt Braunkohlekraftwerksleistungen für die Verstromung zur Verfügung stehen.
Die Braunkohle hatte im Jahr 2003 einen Anteil von knapp 27 % an der gesamten deutschen Stromversorgung. So ist es nicht verwunderlich, dass Kurt Häge, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Braunkohle (DEBRIV), die aktuelle Situation in den deutschen Braunkohlerevieren als gut und erfreulich bezeichnet. Hinzu kommt: Die deutsche Braunkohlewirtschaft geht von einem kontinuierlichen Anstieg des Stromverbrauchs aus, bis 2030 von rund 30 Prozent. Hierin sieht sie das gewichtigste Argument für eine weitere Expansion der Braunkohleverstromung.
Als Braunkohlefördermenge in den mitteldeutschen und Lausitzer Revieren wird eine Menge von bis zu 80 Millionen Tonnen pro Jahr erwartet, wobei die Stromerzeugung der wichtigste Absatzmarkt bleiben soll.
Die Kohlewirtschaft e.V. sieht insbesondere in den modernisierten und neu gebauten Kraftwerken in den neuen Bundesländern eine langfristige Perspektive für das Betreiben der fünf ostdeutschen Tagebaue. Gleiches gilt für die Tagebaue Garzweiler, Hambach und Inden im Rheinland. Und selbst für den einzigen Tagebau Schöningen im Helmstedter Revier gibt sie eine voraussichtliche Nutzung bis 2017 an. (mehr...)
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