Foto AKW Grohnde
Foto: P. Theinert, gemeinfrei

Grohnde (KWG)

Allgemeine Daten

Reaktortyp/Baureihe:Druckwasserreaktor 3. Generation
Hersteller:KWU
Nennleistung:1430 MW Brutto / 1360 MW Netto
Inbetriebnahme (Erstkritikalität):1.9.1984
Standort:Grohnde, Landkreis Hameln-Pyrmont, Niedersachsen
Zuständige Aufsichtsbehörde:Niedersächsisches Umweltministerium
Brennstoff:Uran (bis 4% Anreicherung),
MOX (4% Uran-Reaktivitätsäquivalent) 1)
Reststrommenge lt. Atomkonsens zum 31.12.2005:135,66 TWh
Durchschnittliche Erzeugung 2000-2005:13,05 TWh pro Jahr
Prognose Stilllegung nach Atomkonsens:2016

1) Erhöhung auf 4,4% Uran-Anreicherung und Ausweitung des MOX-Einsatzes sind bei der Aufsichtsbehörde beantragt.

Quellen: Bericht der Regierung der Bundesrepublik Deutschland für die Dritte Überprüfungstagung im April 2005 http://www.bfs.de/kerntechnik/cns2005_deu.pdf S.127ff.; E.ON Kernkraft, http://www.eon-kernkraft.com; Niedersächsisches Umweltministerium, http://www.umwelt.niedersachsen.de/master/C739654_N11473_L20_D0_I598.html; BMU, Bekanntmachung nach §7 Abs. 1c Satz 4 AtG, Eigene Berechnungen

Betreiber

Betreiber:E.ON Kernkraft GmbH
Geschäftsführer:Erich K. Steiner, Bernd Güthoff, Hans-Jürgen Heutling, Dr. Norbert Kostka
Eigentümer:E.ON Kernkraft GmbH (83,3%)
Stadtwerke Bielefeld (16,7%)
(Quelle: E.ON Kernkraft, http://www.eon-kernkraft.com)

Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente

Erstantrag:20.12.1999
Atomrechtliche Genehmigung:20.12.2002 (Verfahren nicht abgeschlossen, Sofortvollzug beantragt)
Baugenehmigung:1.10.2003
Kapazität:1000 Tonnen Schwermetall, 5,5×1019 Becquerel Aktivität, 3,75 MW Wärmefreisetzung
Behälter:100 Behälter, Castor/V19
Lagerdauer:40 Jahre ab Einlagerung des ersten Behälters
Bauart:STEAG-Konzept
Baubeginn:
Inbetriebnahme:noch im Bau

Kein Interimslager.

Quellen: BFS, Dezentrale Zwischenlager - Bausteine zur Entsorgung radioaktiver Abfälle, 2005; BFS, Statusbericht zur Kernenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland 2003; http://www.nadir.org/nadir/initiativ/sand/SAND-Dateien/Atommuellager.html

Störfälle

Größere Störfälle sind im AKW Grohnde bisher nicht bekannt geworden. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass auch hier ein "Super-GAU" - ein Kernschmelzunfall mit massiven Freisetzungen von Radioaktivität - nicht ausgeschlossen werden kann. Technik und Menschen sind auch in Grohnde niemals perfekt - davon zeugen die 48 kleineren Pannen, die allein zwischen 1998 und September 2005 gemeldet wurden. Trotz des vergleichsweise hohen Sicherheitsstandards muss man davon ausgehen, dass auch hier mit zunehmendem Alter der Anlage das Risiko zunehmen wird. Hier sind exemplarisch einige "kleinere" Pannen aufgelistet:

Quellen: BFS, Meldepflichtige Ereignisse in Anlagen zur Spaltung von Kernbrennstoffen in der Bundesrepublik Deutschland, Jahresberichte 1998-2004, Quartalsberichte 1-3/2005; Niedersächsisches Umweltministerium, Überwachung kerntechnischer Anlagen, http://www.umwelt.niedersachsen.de/master/C747088_N753125_L20_D0_I598.html
Stand: März 2006