Foto AKW Grafenrheinfeld
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Grafenrheinfeld (KKG)

Allgemeine Daten

Reaktortyp/Baureihe:Druckwasserreaktor 3. Generation
Hersteller:KWU
Nennleistung:1345 MW Brutto / 1275 MW Netto
Inbetriebnahme (Erstkritikalität):9.12.1981
Standort:Grafenrheinfeld, Landkreis Schweinfurt, Bayern
Zuständige Aufsichtsbehörde:Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Brennstoff:Uran (4% mittl. Anreicherung), MOX
Reststrommenge lt. Atomkonsens zum 31.12.2005:89,32 TWh
Durchschnittliche Erzeugung 2000-2005:12,14 TWh pro Jahr
Prognose Stilllegung nach Atomkonsens:2013
Quellen: Bericht der Regierung der Bundesrepublik Deutschland für die Dritte Überprüfungstagung im April 2005 http://www.bfs.de/kerntechnik/cns2005_deu.pdf S.127ff.; E.ON Kernkraft, http://www.eon-kernkraft.com; SSK, Leitfaden für den Fachberater Strahlenschutz der Katastrophenschutzleitung bei kerntechnischen Notfällen (2003), http://www.ssk.de/pub/volltext/h37v.pdf; BMU, Bekanntmachung nach §7 Abs. 1c Satz 4 AtG, Eigene Berechnungen

Betreiber

Betreiber:E.ON Kernkraft GmbH
Geschäftsführer:Erich K. Steiner, Bernd Güthoff, Hans-Jürgen Heutling, Dr. Norbert Kostka
Eigentümer:E.ON Kernkraft GmbH 100%
(Quelle: E.ON Kernkraft, http://www.eon-kernkraft.com)

Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente

Erstantrag:23.2.2000
Atomrechtliche Genehmigung:12.2.2003 (Sofortvollzug angeordnet 10.9.2003, Verfahren nicht abgeschlossen)
Baugenehmigung:29.7.2003
Kapazität:1400 Tonnen Schwermetall, 5×1019 Becquerel Aktivität, 3,5 MW Wärmefreisetzung
Behälter:88 Behälter, Castor/V19
Lagerdauer:40 Jahre ab Einlagerung des ersten Behälters
Bauart:WTI-Konzept
Baubeginn:22.9.2003
Inbetriebnahme:Feb 2006

Kein Interimslager.

Quellen: BFS, Dezentrale Zwischenlager - Bausteine zur Entsorgung radioaktiver Abfälle, 2005; BFS, Statusbericht zur Kernenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland 2003; http://www.br-online.de/bayern-heute/thema/atommuell/index.xml

Störfälle

Größere Störfälle sind im AKW Grafenrheinfeld bisher nicht bekannt geworden. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass auch hier ein "Super-GAU" - ein Kernschmelzunfall mit massiven Freisetzungen von Radioaktivität - nicht ausgeschlossen werden kann. Technik und Menschen sind auch in Grafenrheinfeld niemals perfekt - davon zeugen die 35 kleineren Pannen, die allein zwischen 1998 und September 2005 gemeldet wurden. Trotz des vergleichsweise hohen Sicherheitsstandards muss man davon ausgehen, dass auch hier mit zunehmendem Alter der Anlage das Risiko zunehmen wird. Hier sind exemplarisch einige der "kleineren" Pannen aufgelistet:

Quellen: BFS, Meldepflichtige Ereignisse in Anlagen zur Spaltung von Kernbrennstoffen in der Bundesrepublik Deutschland, Jahresberichte 1998-2004, Quartalsberichte 1-3/2005
Stand: März 2006