Blog, Vereinsmeierei
29. Juni 2011

ROBIN WOOD im Kino

Im März 2012 kommt ein neuer Film mit Namen „Was weg ist, ist weg“in die Kinos. Das Filmprojekt, welches seinen Ursprung in der bayrischen Provinz hat, spielt in den 80er Jahren und beschreibt den Weg eines Jungen, der, zwischen Familienproblemen und Umweltschutz hin- und hergerissen seinen Weg zur Rainbow-Warrior macht. Auch unser Lieblingsverein ROBIN WOOD bekam in dem Film eine kleine Rolle: Extra zu diesem Zweck reisten Ende Mai ein Aktivist und eine Aktivistin an, um den dortigen ROBIN WOOD Infostand gebührend zu betreuen.

ROBIN WOOD Infostand - zurück in den 80ern (Foto: Alexander Gerschner / ROBIN WOOD)

ROBIN WOOD Infostand - zurück in den 80ern (Foto: Alexander Gerschner / ROBIN WOOD)

Wir steuerten einige Originalbanner aus der Beginnerzeit der Rowos bei, die den Marktplatz des kleinen Örtchens verschönerten. Leider konnten wir uns nicht verkneifen, die etwas schlampig aufgehangenen Transpis auch professionell und ordentlich zu richten :) Ansonsten war es, wie meistens bei solchen Dreharbeiten, ein langer Tag, an dem wir weniger zu tun hatten als bei realer Infostandarbeit. Bleibt nur zu hoffen, dass es sich gelohnt hat.

Schluß mit dem Autowahn - eine scheinar zeitlose Forderung (Foto: Alexander Gerschner / ROBIN WOOD)

Schluß mit dem Auto-Wahn - eine scheinar zeitlose Forderung (Foto: Alexander Gerschner / ROBIN WOOD)

von Steffi Thiemig

Tropenwald, Vereinsmeierei
1. Februar 2011

“Bitte helfen Sie mit!” oder als ich mal Post von Herrn von Wartenberg bekam

Dieser Tage erhielt ich eine Mail von Christian von Wartenberg. Ich las sie, obwohl mir der Name nichts sagte. „Wie sie bin ich ein Mensch, der sich Gedanken macht wie die Menschheit mit den natürlichen Ressourcen dieses Planeten umgeht“, stellte sich Herr von Wartenberg mir kurz vor, bedankte sich für meine wichtige Arbeit und bat mich, mir etwas Zeit für das Lesen seiner Email zu nehmen.

Er sei vor ein paar Monaten auf eine sehr interessante Internetseite gestoßen, die er „zufällig bei Öko-Test gefunden“ habe. Es handele sich dabei um eine „grüne Suchmaschine“, die es erlaubt durch einfaches Suchen im Internet, Spendengelder für den Regenwaldschutz zu generieren. „Völlig kostenlos für den Nutzer!“ Diese Seite spende „auch noch mindestens 80% ihrer Einnahmen an den WWF für bestimmte Regenwaldschutzprojekte“. Dieses „Social Business“ müsse in meinem Sinne sein, da es „möglichst umweltfreundlich und transparent arbeitet“.

Social Business? In meinem Interesse? Transparent? Schreiben so die zerzausten, aber wild entschlossenen  Regenwaldschützer, die ich so kenne? Oder schrieb mir da vielleicht doch eher ein Regenwaldschützer mit Marketingkenntnissen hinter dem Schreibtisch einer Fundraising-Agentur? Für wen ist das dann transparent? Wie war er an meine Adresse gekommen? Und wem hatte er die Mail noch geschickt? Wäre es in Ordnung so zu tun, als sei man als interessierter Christian zufällig beim Zeitschriftenblättern auf was Mitteilenswertes gestoßen, wenn man eigentlich systematisch Werbung betreibt?

Vielleicht gelingt es Herrn von Wartenberg ja nebenbei eine neue Debatte darüber anzustoßen, welche Maßnahmen zum Spendensammeln für die gute Sache akzeptabel und glaubwürdig sind und welche nicht. Ich zumindest bin immer ziemlich neugierig, wer warum was von mir will. Deshalb habe ich Herrn Wartenberg ein paar Fragen geschickt. Mal sehen, ob er antwortet.

Aktion, Energie, Floßtour, Klima, Tropenwald, Vereinsmeierei, Verkehr, Welt retten
31. Dezember 2010

Ein bewegtes Jahr geht zu Ende

ROBIN WOOD hat sich auch im Jahr 2010 an vielen Brennpunkten für den Umweltschutz eingesetzt und dabei einiges erreicht.

Zu Beginn des Jahres haben Aktivist_innen Bäume im Hamburger Gählerpark für mehr als drei Monate besetzt, um die Vattenfall-Trasse zu stoppen – Erfolgreich! So konnte ein Stück von Hamburgs grünem Gürtel gerettet werden.

Ein weiterer Erfolg ist uns durch eine Unterschriften-Aktion beim Kampf gegen den Raubbau-Konzern „Gunns“ gelungen, der sich nun aus Tasmaniens Wäldern zurückzieht und verzichtet dort Urwälder kahlzuschlagen.

Während der vierwochigen Floßtour von Stuttgart nach Frankfurt am Main, die unter dem Motto „Klimaschutz selber machen!“ stand, haben Aktive durch Infostände und Aktionen auf die Herausforderungen des Klimawandels aufmerksam gemacht und gezeigt wie jedeR zum Klimaschutz beitragen kann.

Aktion gegen das Klimakiller-Kraftwerk von EnBW

Aktion gegen das Klimakiller-Kraftwerk von EnBW

Über das Jahr hinweg gab es immer wieder Aktionen gegen Atomkraft. Angefangen mit einem dezentralem Aktionstag an verschiedenen AKW-Standorten im Vorfeld des Tschernobyl Jahrestages am 26. April, bei dem bundesweit mehr als 120.000 Menschen gegen Atomkraft demonstrierten. Bei den CASTOR-Transporten nach Gorleben und zuletzt nach Lubmin hat
sich ROBIN WOOD bei dem breiten und bunten Protest beteiligt. Bei dem Transport nach Lubmin gelang Aktivist_innen eine spektakuläre Blockadeaktion durch die der Transport mehr als sechs Stunden aufgehalten wurde.

Zwei RobinWood-Aktive ketteten sich im Gleisbett des Lubmin-Castors an (Foto: C. Grodotzki/ROBIN WOOD)

Noch immer gilt es 120.000 ha Urwald in Indonesien zu retten, die durch das Anlegen von Palmölplantagen bedroht sind. Deshalb gab es eine Aktionsserie gegen die dort agierenden Raubbau-Konzerne „Unilver“ und „Wilmar“. Diese stehen auch im internationalem Jahr der Wälder 2011 weiter in unserem Fokus. Vor kurzem hat eine Online-Kampagne zum Schutz von Schwedens einzigartigen Urwäldern begonnen, die durch das rücksichtslose Abholzen in Schweden bedroht sind.

Nicht zu vergessen ist die Beteiligung von ROBIN WOOD am Protest gegen „Stuttgart 21“. Aktive  von ROBIN WOOD haben durch Aktion während des gesamten Jahres auf die Probleme des Sackgassenprojektes aufmerksam gemacht und sich für den Erhalt des Kopfbahnhofes stark gemacht. Gegen Stefan Mappus klagen wir, weil er uns zur Eskalation der Situation Berufsdemonstranten nannte.

Doch all das wäre nicht möglich gewesen ohne die vielen Spenden und die tatkräfige Unterstützung vieler Menschen. Aus diesem Grund sagen wir DANKE! an Alle die uns Unterstützen.

Unterstützen Sie BITTE unsere Aktiven durch Spenden auf das Rechtskonto, denn leider kommen auf diese immer wieder Kosten durch Prozesse zu. Danke!

von Michi und

Blog, Vereinsmeierei, Verkehr, Welt retten
25. September 2010

Gewaltbereite Berufsdemonstranten

Laut Focus warnt der Baden-Württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus vor gewaltbereiten Berufsdemonstranten und nennt als Beispiel explizit Robin Wood.

»Es gebe einen „nicht unerheblichen Teil von Berufsdemonstranten, zum Beispiel von Robin Wood, die der Polizei das Leben sehr schwer machen“, sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) im FOCUS-Interview. Bei ihnen würden „Aggressivität und Gewaltbereitschaft zunehmen“.« — Focus

Die Aktivist_innen, die sich in Stuttgart gegen das maßlose Projekt altrömischer Dekadenz namens Stuttgart 21 engagieren, tun dies zwar fantasievoll und mit Herzblut, aber immer ehrenamtlich und ausschließlich gewaltfrei. Der Namensteil unseres Vereins, Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft, ist nicht nur eine Floskel und unsere anerkannte Gemeinnützigkeit bekämen wir bestimmt nicht durch das Aussenden von bezahlten Schlägertrupps.

Wer als Ministerpräsident einen zutiefst demokratischen Protest auf eine solch niederträchtige Art diffamiert, zeigt nicht nur die eigene Argumentationslosigkeit, sondern verhilft nur einem zur Wahrheit: Der Bezeichnung Lügenpack. Herr Mappus, wir erwarten eine Entschuldigung und Richtigstellung.

UPDATE (28.09.10):

Wir prüfen aktuell rechtliche Schritte, beispielsweise eine Unterlassungserklärung gegen den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten in die Wege zu leiten, um weitere derart schamlose Diffamierungen des Protestes durch Herrn Mappus zu unterbinden. Auch der Fokus hat schon reagiert.

Vereinsmeierei
2. Juni 2010

And the winner is: Der neue Vorstand

Hinten: Stefan Schneider, Florian Kubitz, Klaus Schotte, Regina Möller, Christian Grodotzki. Vorne: Sebastian Vollnhals, Kiri, Steffi Thiemig, Daniel Häfner. Nicht anwesend: Dagmar Jordan und Kei Andrews (Foto: Grodotzki / ROBIN WOOD)

Am 15. Mai hat die Delegiertenversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Weiter im Amt bleiben Vorstandssprecher Florian Kubitz (Hamburg-Lüneburg), Stefan Schneider und Steffi Thiemig (beide Dresden-Leipzig-Cottbus) und Dagmar Jordan (Berlin). Frisch in den Vorstand gewählt wurden Klaus Schotte und Regina Möller (beide Kassel), Sebastian Vollnhals und Daniel Häfner (beide Dresden-Leipzig-Cottbus) sowie Chrisitan Grodotzki und Kei Andrews (beide Stuttgart)

Wir freuen uns auf ein spannendes und aktionsreiches Jahr im Vorstand.

Vereinsmeierei
21. Mai 2010

ROBIN WOOD Magazin: Umwelt im Web 2.0

Klettern mit Laptop (Foto: C. Grodotzki / ROBIN WOOD)

Robin Wood Magazin 2/1010

Robin Wood Magazin 2/1010

Wie sieht politische Ökologiearbeit im Internet aus? Lassen sich Atomkraftwerke wegklicken? In dieser Ausgabe beschäftigt sich unser Magazin schwerpunktmäßig mit den neuen Möglichkeiten des Internets. Die Aktuelle Ausgabe gibt es wie immer in unserem Onlineshop.

Auch unser kleines Blog ist heute ein wenig vernetzter geworden. Durch ein paar eingebaute Knöpfchen lassen sich unsere Blogeinträge nun noch leichter über Twitter sowie Facebook verbreiten. Und wer den netten ehrenamtlich Schreibenden einen kleinen Obulus zustecken möchte, für den bietet das neuste heiße Eisen aus dem Internetbergwerk, das auf den Namen Flattr hört, die Möglichkeit dazu.

Auch wenn wir gerne aus dem Umweltaktions-Nähkästchen plaudern und Spaß daran haben, unsere Aktionen live ins Internet zu werfen: Unsere Arbeit verursacht auch Kosten. Allein die unverschämten Datenroaming-Gebühren bei internationalen Aktionen wie kürzlich in Rotterdam und London sind für einen kleinen Verein wie uns ein großer Luxus. Daher freuen wir uns selbstverständlich jederzeit gerne über Spenden!

Vereinsmeierei, Welt retten
24. März 2010

ROBIN WOOD 2.0

So und nun mal ein Kommentar in eigener Sache:

Der fleißigste aller Blogprogrammierer hat es nun möglich gemacht, Blogeinträge zu kommentieren. Einfach auf die Überschrift klicken und dann unter dem Artikel Aktionen gut oder die Atomkonzerne doof finden.

Unter diesem Eintrag könntet ihr ja vielleicht Ideen und Wünsche zum Blog äußern.

Auch an Facebook, Twitter und Youtube arbeiten wir weiter, der StudiVZ-account wird gelöscht, weil wir festgestellt haben, dass ROBIN gar nicht studiert hat.