Energie, Klima
29. Januar 2010

Radiokampagne für eine klimagerechte Gesellschaft

Die Politik hat in Kopenhagen auf dem Klimagipfel versagt und auch die Vorreiterrolle Deutschlands beim Klimaschutz ist ein Mythos. Es ist also Zeit für eine Klimabewegung von unten. Bei den Protesten in Kopenhagen wurde die Saat für eine globale Klimabewegung gesät, nun ist es an der Zeit vieles auch konkret umzusetzen.

ROBIN WOOD protestiert zum Beispiel gegen das Klimakillerkraftwerk in Moorburg durch eine Baumbesetzung und die freien Radios haben sich zusammengetan und eine Kampagne gestartet. Dynamo Effect – Die Radiokampagne für eine klimagerechte Gesellschaft ist eine Kombination aus Sendungen, Podcasts, Zeitung, Fact Sheet und Event.

In der 30-teilige Radiosendereihe zu Fragen der Verwendung und Verschwendung von Energie werden Probleme diskutiert und konkrete Lösungen vorgestellt – eigentlich bräuchte die Welt mehr davon.

Aktion, Energie, Klima
27. Januar 2010

Luftbeobachtung der Baumbesetzung in Hamburg

Hubschraubereinsatz statt Klimaschutz ?

Gestern (Dienstag) hieß es in den Medien, der Vattenfall-Konzern würde zunächst keine Räumung der Baumbesetzung im Hamburger Gählerpark veranlassen und wolle die Ergebnisse einer Beschwerde vom BUND vorm Oberverwaltungsgericht abwarten.

Diese Äußerung steht jedoch im Gegensatz zu den Beobachtungen der BaumbesetzerInnen vor Ort: in der letzten Nacht sowie am heutigen Mittwoch wurden die AktivistInnen durch BeamtInnen von einem Polizeihubschrauber aus – zum ersten mal seit Beginn der Besetzung – beobachtet und gefilmt.

„In Hamburg gibt’s scheinbar reichlich Geld für umweltverschmutzende Hubschraubereinsätze aber keines für Umweltschutz“, spottet eine der Baumbesetzinnen.

Aktion, Energie, Welt retten
26. Januar 2010

St. Pauli und weitere Informationen

Beim letzten Heimspiel des FC St.Pauli (23.1., gegen Aachen, 1:0) haben Fans mit einem großen Banner gegen die Fernwärme-Trasse durch Altona und das Klimakiller-Kraftwerk Moorburg protestiert. Im Stadion entrollten sie das Banner mit dem Schriftzug www.moorburgtrasse-stoppen.de und riefen zu einer Demonstration am TAG X um 18 Uhr am Holstenbahnhof auf.

St. Pauli gegen die Moorburgtrasse

St. Pauli gegen die Moorburgtrasse

Laufende Informationen und weitere Hintergründe zur Moorburgtrasse sind nun auf der Internetseite von ROBIN WOOD auch  hier zu finden.

Aktion
21. Januar 2010

Naturschutzrat Hamburg ist entsetzt über das Vorgehen der Umweltbehörde in Sachen Moorburgtrasse

In Hamburg rumort es kräftig. Jetzt hat der Naturschutzrat in einer Stellungnahme sein “Entsetzen” zum Ausdruck gebracht, wie die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) im Falle der Moorburgtrasse sich gegen die Interessen des Umwelt- und Naturschutzes in Hamburg stellt.

Hamburg, die kommende Umwelthauptstadt Europas, lasse mit leichter Hand alten Baumbestand vernichten, nur damit ein in der Hansestadt ansässiges großes Unternehmen die billigere Variante einer Fernwärmetrasse realisieren könne.

“Der Naturschutzrat hat die Aufgabe, die BSU zu beraten. Im vorliegenden Falle rät er dem Amt für Immissionsschutz und Betriebe, die Genehmigung zum Fällen der Bäume im Grünzug Altona zurück zu nehmen. Täte es dieses nicht, wäre es wirklich schlecht beraten”, schreibt Reinmar Grimm, Vorsitzender des Naturschutzrates.

Aktion, Klima, Verkehr, Wald
18. Januar 2010

Galadiner und Kettensägen

Am Samstag, den 16. Januar, lud VW zum Galadiner “Gaumenfreude und Klassik” in die Gläserne Fabrik in Dresden. ROBIN WOOD-AktivistInnen verteilten Flugblätter “Kettensägen und Beton statt Gaumenfreude und Klassik” an die Gäste und spannten ein Transparent “Stoppt VW. Rettet 60.000 Bäume”. Sie protestierten damit gegen die Baumfällungen im Querumer Forst und forderten von VW:

  • Verzichten Sie sofort auf den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg!
  • Stoppen Sie den Kahlschlag im Querumer Forst!
  • Machen Sie ernst mit Klima- und Umweltschutz!
Galadiner und Kettensägen

Aktion bei Volkswagen in Dresden: Galadiner und Kettensägen

Aktion, Klima, Verkehr, Wald
16. Januar 2010

Rodungen im Querumer Forst blockiert

Im Querumer Forst haben mehr als 100 Menschen die Rodungsarbeiten für eine Verlängerung der Startbahn des Flughafens Braunschweig/Wolfsburg blockiert.

Die Umweltschützer, meist Anwohner_innen aus dem Nachbarort, gingen in das Gebiet und blockierten die sogenannten Harvester. Polizei und Waldarbeiter brachen darauf hin die Arbeiten ab.

In der Nähe ist auch ein Waldcamp entstanden, um gegen die Fällungen zu protestieren. Die Einwohner_innen blockierten unter anderem Baumaschinen durch eine Sitzblockade für mehr als eine Stunde.

Der Flughafen soll im Wesentlichen für VW ausgebaut werden. Ein gefällter Baum bindet im Übrigen die durchschnittlichen Jahresemissionen eines VW-Mittelklassewagens. 60.000 Bäume sollen gefällt werden.

Die Fällungen im Querumer Forst und der Bau der Moorburgtrasse zeigen einige Gemeinsamkeiten: Bei beiden Projekten wurden und werden die Interessierte ausgeschlossen. Eine Teilnahme an den Planungsentscheidungen ist bei beiden Projekten ausgeschlossen und Klagen der Umweltverbände wurden abgewiesen.

Um so wichtiger ist es zu zeigen: So nicht!

Aktion, Energie, Welt retten
15. Januar 2010

Widerstand nach zurückgewiesener Klage

Die Klage des BUND gegen die Moorburgtrasse in Hamburg wurde abgewiesen. Das Gericht nahm die Klage nicht zur Entscheidung an, da weniger als 10ha Wald gerodet würden und so der BUND keinerlei Klagebefugnisse hätte.
Die Abweisung der Klage ist purer Hohn, klagte der BUND doch gerade dagegen, dass eine kilometerlange Trasse durch Hamburg gebaut wird und knapp 400 Bäume gefällt werden, ohne dass Bürger oder Umweltverbände an der Entscheidung beteiligt waren.
Die Bäume im Gählerpark bleiben von AnwohnerInnen und Aktiven von ROBIN WOOD weiter besetzt – die Baumbesetzer fühlen sich in ihrer Aktionsform bestätigt.
Der BUND prüft eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht.

UPDATE: Am selben Abend lud Vattenfall zu einer Infoveranstaltung ein, um die Wut der Anwohner einzudämmen und sich in ein gutes Licht zu rücken. Aber das ging nach hinten los: Anwohner und Interessierte ließen die Veranstaltung platzen.

Um informiert zu bleiben, können sie sich in einen SMS-Verteiler eintragen lassen: Dafür “go trasse” an 84343 senden.

Aktion, Verkehr, Wald
11. Januar 2010

Umweltschützer blockieren Rodungsarbeiten für den Ausbau des Braunschweiger Flughafens

Der Harvester im Querumer Forst legte am Sonntagmorgen (10.1.10) vorübergehend eine Zwangspause ein. Rund 30 Leute waren in den abgesperrten Bereich gelangt, in dem Bäume für die Verlängerung der Landebahn des Braunschweiger Flughafens gefällt werden sollen. Der Harvester stellte daraufhin bis zum Nachmittag seine Arbeiten ein. Bislang ist eine etwa fünf Fußballfelder große Fläche gerodet.
Weitere Hintergrund-Infos dazu gibt es hier.

Treffpunkt für alle, die die Proteste unterstützen wollen, ist täglich um 15 Uhr am Sportplatz in Waggum.

Aktion gegen die Landebahnverlängerung am Braunschweiger Flughafen am 10.1.2010

Aktion
8. Januar 2010

Alarm für den Querumer Forst

Heute früh hat die Abholzung des Querumer Forsts für den Ausbau des Braunschweiger Flughafens begonnen. Ein Harvester (Baumfällmaschine) ist im Wald, außerdem Waldarbeiter und Polizei.
Für den Ausbau des Braunschweiger Flughafens sollen über 60.000 Bäume gerodet bzw. in der Höhe gekappt werden, damit die Landebahn des Flughafens verlängert werden kann. Die Landebahnverlängerung ist überflüssig. Sie dient vor allem dazu, VW-Managern unterbrechungsfreie Langstreckenflüge zu ermöglichen. Zerstört wird dafür ein teils über 200 Jahre alter Eichen- und Hainbuchenwald in einem EU-Vogelschutzgebiet.
ROBIN WOOD lehnt den Ausbau ab und unterstützt die Proteste von AnwohnerInnen und Naturschützern.
Anlaufpunkt für die Proteste ist der kleine Parkplatz Tiefe Straße. Dort ist eine Dauermahnwache eingerichtet.

Weitere Infos zum Ausbau des Braunschweiger Flughafen gibt’s hier.

Aktion, Energie, Welt retten
5. Januar 2010

Die Baumbesetzung gegen die Moorburgtrasse geht weiter

Mit einem Video melden sich die Baumbesetzer_innen und bitten um Unterstützung vor Ort.

In einer Kommunkiationsguerilla-Aktion wurden die Bewohner_innen von Blankenese informiert, dass auch in ihrem Stadtteil die Moorburgtrasse verlaufen soll. Die Trasse sollte dort auf Stelzen gebaut werden und so Parks und den schönen Elbblick verschandeln. Daraufhin gab es auch Anrufe bei Vattenfall und eine Bürgerinitiative sollte gegründet werden. Die Akzeptanz einer solchen Trasse sinkt scheinbar doch gewaltig, wenn sie vor der eigenen Haustür verlaufen soll.

Derweil wurde auch eine neue Plattform in die Bäume gezogen und so wächst die Baumbesetzung.

eine neue Plattform wird hochgezogen Foto: Christian Grodotzki / ROBIN WOOD

eine neue Plattform wird hochgezogen Foto: Christian Grodotzki / ROBIN WOOD