Wiederaufarbeitung der hochradioaktiven Brennelemente

Bis Ende 2005 sollte die Wiederaufarbeitung bestrahlter Brennelemente, die bis dahin im französischen La Hague oder im britischen Sellafield erfolgte, eingestellt werden.

Die Wiederaufarbeitung der hochradioktiven Brennelemente diente den AKW-Betreibern bis dahin als Entsorgungsnachweis. Diesen Nachweis fordert das Atomgesetz und verlangt, dass die Betreiber für einen Zeitraum von jeweils sieben Jahren den Verbleib der radioaktiven Abfälle aus dem Betrieb der Atomkraftwerke nachweisen. Da es ein Endlager für diesen Atommüll bis heute nicht gibt, nutzten die Betreiber die so genannte Wiederaufarbeitung als Ausweg. Da bei der Wiederaufarbeitung geringe Menge Uran und Plutonium abgetrennt und für die erneute Brennelemte-Herstellung genutzt werden konnten, handelte es sich formal um keinen Atommüll, sondern um einen Wertstoff. Bis 2005 war diese Form der Entsorgung staatlich anerkannt.

Bei der Wiederaufarbeitung wurden die spaltbaren Anteile von Uran (235) und Plutonium (249) auf chemischem Weg aus den abgebrannten Brennelementen herausgetrennt. Ein überaus kompliziertes und riskantes Verfahren, das mit enormen Strahlenbelastungen verbunden ist. In der Umgebung der beiden Anlagen in Sellafield und La Hague lassen sich heute mühelos zahlreiche radioaktive Isotope wie Plutonium in der Umwelt nachweisen. Die hohen radioaktiven Ableitungen beider Atomanlagen lassen sich heute deutlich zwischen Ärmelkanal und irischer See und bis weit in die Nordsee nachweisen. Beide Anlagen wären nach bundesdeutschem Recht aufgrund der enorm hohen Emissionswerte niemals genehmigungsfähig gewesen.

Doch nicht nur für die Umwelt stellen die Wiederaufarbeitungsanlagen eine enorme Belastung dar. In ihnen entsteht im Tonnenmaßstab das auch für Atombomben benutzbare Plutonium.

Infos zum schon gelaufenen Transport im September

STOPPT MOX JETZT!

24.9.2012: Atomtransport aus Sellafield im Akw Grohnde eingetroffen

EON hat angekündigt, dass sie für September und November 2012 die Anlieferung von MOX Brennelementen zum AKW Grohnde vorsehen. Der erste MOX-Transport ist für Mitte September geplant. Der Transport kommt aus Sellafield über einen Hafen in England und weiter per Straßentransport ab Nordenham - voraussichtlich vorbei an Hannover und durch Hameln bis zum AKW Grohnde. Der zweite Transport ist für Anfang November vorgesehen.

online-Unterschriftenaktion STOPP Plutonium-Transporte läuft weiter!


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