30 Jahre ROBIN WOOD in Bildern

Auf unserer Facebook-Seite haben wir für Sie eine Auswahl von Fotos aus 30 Jahren Aktionsgeschichte zusammengestellt.

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ROBIN WOOD ist 30 geworden! Damit wir auch in den nächsten 30 Jahren für die Umwelt aktiv sein können, suchen wir 30 mal 30 neue Unterstützer_innen. Machen Sie mit! Jedes neue Mitglied, jede neue Förder_in erhält einen ROBIN WOOD-Jubiläums-Notizblock, jede 30ste Unterstützer_in bekommt ein individuelles Rächer_innen-T-Shirt!

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Kontakt

0421-598 28 8
E-Mail: info(at)robinwood.de

30x30-Kampagne: Stand der Aktion

Werner Steinke, ROBIN WOOD-Gründungsmitglied aus Elmshorn

Mein Gott, ich gehe auf die Sechzig zu. Was sind da schon dreißig Jahre? Andererseits, ich habe den Haufen mit verbockt. Seinerzeit in Hamburg. War jung. Unbeugsam, frech, unbelehrbar. Fast Punks. Waren nahezu alle. Bis auf Käpt´n Klaus und sein Frau Anne. Die waren wie Eltern. Für alle. Gratulieren möchte ich. Was kann ich sagen. Was nicht bereits alle anderen gesagt haben. „Ihr seid großartige Kämpfer. Ihr opfert Eure Freizeit. Sitzt Stunden, Tage, Wochen, ja Monate auf Schornsteinen, Bäumen und allem was höher ist, als ein durchschnittlicher Mensch groß ist. Ihr seid hartnäckig. Leidenschaftlich. Experten auf Euren Gebieten“ – das könnte ich sagen. Aber es klingt doch zu sehr nach klassischem Umweltverband.

Das sollte nicht sein. Und die anderen Verbände nicht abwerten. Auf keinen Fall. Weil Ihr aber weit über das Erwachsen-Werden hinaus seid, muss es etwas geben, was Euch von den anderen unterscheidet. Sonst gäbe es Euch nicht mehr. Ist es das frische, kräftige Grün mit dem bewusst dynamisch angelegten Schriftzug in Eurem Logo? Es wäre eine Spur. Ist es die permanente Pleite, die Euch immer weiter vorantreibt? Das Gegenteil wäre zwar besser, aber reich ist in Wirklichkeit keiner der anderen Umweltverbände. Was ist dann Euer Reichtum? Euer Unterscheidungsmerkmal?

Ich glaube, es ist die ständige Jugend. Diese unanständige Jugend. Aus Sicht eines Sechzigers. Es ist der dauernden Wechsel von Aktiven. Es ist die seit dreißig Jahren immer noch währende und immer noch gleiche Diskussion über Macht im Staat, im Verein. Das Meinungs- und Wissensmonopol, das die Ehrenamtlichen den Angestellten im Verein fortwährend in Rechnung stellen. Aber es steckt eben auch eine Wahrheit dahinter. Eine Wahrheit, die eben ausschließlich etwas mit Jugend zu tun hat. Jugend, Studenten, die U-30er, sind noch ausschließlich ehrlich. Kämpfen um Gerechtigkeit. Wollen überzeugen. Haben noch Ideen zu verkaufen. Träumen von der besseren Welt. Wollen spontan blockieren. Nicht lange reden, nicht lange fackeln. Energie pur. Das ist ROBIN WOOD immer gewesen. Energie pur. Diesen ständigen Widerstreit mit sich selber und den übrigen Beteiligten im Verein hält kein Mensch lange aus. Die Jungen gehen. Es kommen neue Junge. Fangen immer wieder von vorne an. Kein Ende in Sicht.

Und wir Alten? Wissen alles besser. Haben viele Erfahrungen. Wollen Jugend belehren „Spring nicht in diesen Brunnen“ und tun es doch. Wir Alten werden langsam. Fett. Dünnhaarig und dünnhäutig, wenn die Jugend wieder ungestüm dahergetrabt kommt. In ihrer Unbekümmertheit. Wir Alten mögen es gemütlich. Beschaulich: „Nich so schnell mien Deern, mien Jung“. Und sind froh, bei fünf Grad Minus nicht mit dem Arm in irgendeinem Stahlrohr unten den Gleisen der Castor-Transport-Strecke zu stecken. Seit dieser Erkenntnis bin ich gerne bereit, einen guten Obolus zu leisten. Im Alter friert Mann sich zunehmend nicht mehr den Arsch ab. Mann will zwar auch keinen Ablass leisten. Das wäre billig. Aber wenn ich das Geld habe und Ihr die Jugend, dann lass uns doch einfach tauschen. So einfach isses. Danke.

Andere Stimmen zu ROBIN WOOD

  • Christiane Rieve
  • Simon Büscher
  • Werner Steinke
  • Rainer Duhm
  • Elisabeth und Armin Kansteiner
  • Franziska und Anton Kiendl
  • Lutz Fähser
  • Djoeke Lueken
  • Doris und Karl Josef Knoppik
  • Werner Behrendt
  • Adolf Herzog
  • Anne und Klaus Scherer