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Waldsterben

Foto: Jens Wieting

Einsatz für den Wald - Gegen Waldsterben und Kahlschlag

Am Anfang des Kampfes für den Wald standen spektakuläre Aktionen gegen die "Dreckschleudern" der Nation - die schwefelhaltigen Abgase aus Großkraftwerken und Industrie waren als die Hauptursache des sauren Regens erkannt. ROBIN WOOD besetzte manchen Schornstein und legte sich an mit den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik. Sehr bald wurde aber klar, daß auch die Stickoxide erheblich zum Sterben der Wälder beitragen. Sie stammen überwiegend aus den Abgasen des Straßenverkehrs.

Inzwischen rüttelt ROBIN WOOD zusätzlich an der Bequemlichkeit und der Verdrängung des Einzelnen. Die Öffentlichkeit hat sich mit technischen Maßnahmen wie dem Einbau von Filteranlagen in Kraftwerke und dem Auto-Katalysator beruhigen lassen. Jedoch geht es dem Wald heute schlechter denn je. Mittlerweile sind zwei Drittel der Bäume krank, mehr als 15.000 Hektar bereits abgestorben.

Längst ist auch die industrialisierte Landwirtschaft als Luftverschmutzer entlarvt. Bei der Massentierhaltung fallen große Mengen an Gülle an. Deren Ammoniak-Ausdünstungen setzen dem Wald ebenso zu wie Schwefelverbindungen und Stickoxide. ROBIN WOOD setzt sich daher für eine grundlegende Umorientierung der Landwirtschaft ein.

Unser hoher Papierkonsum macht dem Wald ebenfalls zu schaffen - allerdings vor allem den nordischen Wäldern in Skandinavien und Nordamerika. Denn der größte Teil des hier bei uns verbrauchten Zellstoffs und Papiers wird aus diesen Regionen importiert. ROBIN WOOD macht sich daher nicht nur hier in Deutschland für eine naturverträgliche Waldnutzung stark, sondern auch in den von Kahlschlag und Urwaldvernichtung bedrohten Ländern im Norden.