Lasst das Uran in der Erde!!!
Bevor Uran zu Brennelementen für Atomkraftwerke verarbeitet werden kann, hat es einen weiten, von den meisten Menschen unbemerkten Weg über den ganzen Erdball zurückgelegt und dabei viele bleibende Schäden hinterlassen. Ein Zwischenschritt auf dem Weg vom Erzbergwerk zum Atomkraftwerk führt über die Urananreicherungsanlage Gronau.
Die Uranfabrik Gronau
In der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau wird Uranhexafluorid für die Weiterverarbeitung zu Brennelementen angereichert. Bis zum Jahr 2004 wird die Anlage eine Kapazität von 1.800 Tonnen Urantrennarbeit pro Jahr (UTA/a) erreicht haben. Diese Menge reicht zur Versorgung von 14 Atomkraftwerken in der Größenordnung von Lingen II oder Brokdorf.
Bereits im Jahr 1998 beantragte die URENCO eine Erweiterung der deutschen Anlage auf 4.500 Tonnen UTA/a, den Bau eines Standortlagers für 59.000 Tonnen abgereichertes Uran und eines Standortlagers für Natururan mit einer Kapazität von 10.000 Tonnen. (mehr...)
Der lange Weg des Urans - vom Bergwerk zum Atomkraftwerk
Uran ist ein Metall und kommt natürlich vor. Uran ist radioaktiv. Uranvorkommen gibt es in vielen Teilen der Erde. Die größten Vorkommen liegen in Australien, Kanada, der ehemaligen UDSSR und Teilen Afrikas. 70 Prozent der Uranbergwerke liegen in Gebieten mit indigener Bevölkerung. (mehr...)
Hintergrund
Im nordrhein-westfälischen Gronau (30.000 Einwohner), nahe der holländischen Grenze, steht die einzige deutsche Urananreicherungsanlage (UAA). Sie wird von der Firma URENCO mit Sitz in London seid 1985 betrieben. Weltweit existieren 14 Urananreicherungsanlagen, die zusammen 340 Atomkraftwerke mit Brennstoff versorgen. (mehr...)
Kurzgefasst …was bedeutet Uran-Abbau
Nicht wiederherstellbare Zerstörung von Umwelt und Natur. Hierzu gehören die Verseuchungen von Wasser, Luft und Boden in den Abbaugebieten, wodurch die Lebensgrundlagen und die Kultur der meist indigenen Bevölkerung auf diskriminierende Weise vernichtet werden;
Gefährliche Urantransporte per Schiff oder LKW rund um die Welt;
Große Mengen radioaktiven Mülls, dessen sichere Endlagerung völlig ungeklärt ist;
Solange Uran abgebaut wird, ist der Rohstoff für atomare Waffen vorhanden!
Gefahr der Verstrahlung von Mensch und Natur durch einen Unfall bei Transport und Produktion von Uran, Uranhexafluorid und/oder den Brennelementen;
Den Weiterbetrieb bzw. Ausbau der Atomindustrie auf allen Kontinenten.

