Aktuelles: TEMPO jetzt ohne Aracruz-Zellstoff
Der Tempo-Taschentuch-Hersteller SCA hat entschieden, seit Anfang dieses Jahres auf Zellstoff des Skandal-Konzerns Aracruz zu verzichten. ROBIN WOOD sieht darin einen wichtigen Teilerfolg für alle Menschen, die gegen Aracruz kämpfen. Zugleich raten die Umweltschützer weiterhin vom Kauf von Frischfaser-Taschentüchern wie Tempo ab und empfehlen ausschließlich Produkte aus Recyclingpapier.
Procter&Gamble braucht Nachhilfe beim Rohstoffeinkauf
ROBIN WOOD fordert Tempo-Taschentücher aus Altpapier
AktivistInnen der Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD haben heute Mittag rund drei Tonnen Altpapier vor das Haupttor des Tempo-Werks in Neuss gekippt. Daneben spannten Kletterer zwischen zwei Bäumen ein Transparent mit der Aufschrift: "Starke Lösung gegen herzloses Handeln: Recycling! Statt Landraub und Umweltzerstörung durch P&G". Die Aktion richtet sich gegen den US-Konzern Procter&Gamble, der für seine Hygienepapiermarken Tempo, Charmin und Bess Zellstoff bei Aracruz-Cellulose in Brasillien einkauft. Der Zellstoffgigant Aracruz hat in Brasilien großflächig Regenwald für Eukalyptus-Monokulturen kahl geschlagen und Indianer mit Gewalt von ihrem Land vertrieben. Als umweltfreundliche Alternative zu Frischfaser-Zellstoff, für den Bäume gefällt werden, empfehlen die UmweltschützerInnen den Einsatz von Altpapier bei der Produktion von Taschentüchern und Klopapier.
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20.2.2006 ROBIN WOOD: In Tempo-Taschentüchern steckt das Leid brasilianischer Indianer ROBIN WOOD hat heute den Vorstand von Procter&Gamble aufgefordert, öffentlich Stellung zu nehmen zu den jüngsten blutigen Angriffen auf Indianer im brasilianischen Bundesstaat Espirito Santo. Procter&Gamble (P&G) kauft für seine Hygienepapier-Produkte wie Tempo-Taschentücher und Charmin-Klopapier Zellstoff von Aracruz Celulose. Dieser Konzern hat für seine riesigen Eukalyptus-Plantagen die dort lebenden Tupinikim- und Guarani-Indianer im Januar mit einer Polizeiaktion brutal von ihrem Land vertreiben lassen. ROBIN WOOD verlangt von P&G, sich zu seiner Mitverantwortung für den Landrechtskonflikt zu bekennen. Als Konsequenz daraus soll P&G keinen Zellstoff mehr von seinem Zulieferer Aracruz kaufen, solange der sich weigert, den Indigenen ihr angestammtes Land zurückzugeben.
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19.10.2005 Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen setzen Procter&Gamble und Kimberly-Clark wegen Landrechtskonflikten in Brasilien unter Druck Die multinationalen Konzerne Procter&Gamble und Kimberly-Clark müssen die Landrechte der indigenen Bevölkerung in Brasilien bei ihrem Rohstoffeinkauf respektieren. Dies fordert eine internationale Initiative von Menschenrechts- und Umweltorganisationen in einem heute veröffentlichten offenen Brief an die Vorstandsvorsitzenden der beiden Unternehmen. Zu den Unterzeichnern des von ROBIN WOOD initiierten Protestschreibens gehören schon jetzt mehr als 50 Organisationen aus Europa, Südamerika und Südafrika.
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23.6.2005 Dem deutschen Papiergroßhandel fehlt es an Umweltbewusstsein und Transparenz. Das ergab eine Markt-Studie, die ROBIN WOOD heute veröffentlicht hat. Demnach trifft der Papiergroßhandel bislang nur unzureichende Vorkehrungen, Papier aus Raubbau aus seinem Sortiment auszuschließen. Ökologische und soziale Kriterien spielen in der Praxis kaum eine Rolle. Recyclingpapier und FSC-zertifiziertes Frischfaserpapier wird nur in geringen Mengen angeboten. ROBIN WOOD fordert, dass der Recyclingpapier-Anteil drastisch erhöht wird und der übrige Bedarf mit Papier aus nachweislich ökologisch und sozial verantwortlicher Forstwirtschaft gedeckt wird.
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20.5.2005 Der multinationale Konzern Procter&Gamble, der hierzulande bekannte Markenprodukte wie Tempo-Taschentücher und Charmin-Klopapier verkauft, verwendet Zellstoff aus Eukalyptus-Monokulturen in Brasilien, für die UreinwohnerInnen vertrieben und die Umwelt ruiniert wird. Dagegen haben heute AktivistInnen der Umweltorganisation ROBIN WOOD protestiert und eine verbesserte Einkaufspraxis gefordert. In Neuss beim deutschen Procter&Gamble-Werk für die Taschentuchproduktion entrollten AktivistInnen ein Transparent mit der Aufschrift: "Procter&Gamble - Profit mit Tempo - Armut in Brasilien". In acht weiteren Städten, darunter in Berlin am Brandenburger Tor und in der Bremer Innenstadt, leisten die UmweltschützerInnen heute Verbraucheraufklärung und verteilen Päckchen mit Recycling-Taschentüchern, auf denen statt des Tempo-Logos im gleichen Design das Wort "Armut" steht. |
HINTERGRUND Papier aus Raubbau am Regenwald
Papier zerstört Wälder - Recyclingpapier nicht
Aktionstage während der Paperworld 2004
In Deutschland werden jährlich 230 kg Papier pro Kopf verbraucht, weltweit sind es rund 50 kg/Kopf. Und bei unseren osteuropäischen Nachbarn sind es sogar nur etwa 30 kg/Kopf. Der Rohstoff für das in Deutschland verbrauchte Papier wächst nur zu einem Bruchteil hier in unseren eigenen deutschen Wäldern. Wir verschwenden die Holz- und damit die Waldressourcen anderer Länder. Papierproduktion und Papierverbrauch sind weit davon entfernt, nachhaltig zu sein.
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APP und Hermes
Mai 2003
Asien-Reise zur Förderung einer ökologisch und sozial verträglichen Wald- und Papierwirtschaft in Indonesien und zur Lösung der Umschuldung des APP-Konzerns nutzen! Offener Brief von Urgewald, Watch Indonesia!, Pro Regenwald, Rettet den Regenwald und Robin Wood an Bundeskanzler Schröder
Der Regenwald in Sumatra wird auch mit Hilfe deutscher Kredite zerstört. Die Bundesregierung hat für den Ausbau der Papier- und Zellstoffindustrie in Indonesien staatliche Bürgschaften vergeben; allein der Papierkonzern Asia Pulp and Paper (APP), das „Musterbeispiel für Misswirtschaft, fehlende Transparenz, Nachlässigkeit“, erhielt Hermesbürgschaften in Höhe von 370 Mio. Euro, von denen 240 Mio. Euro noch ausstehen. APP baute mit Hilfe dieser Kredite seine Produktionskapazitäten stark aus. Sein Holzbedarf konnte mit Plantagenholz allein nicht gedeckt werden. Ein Großteil des Holzes für Papier und Zellstoff stammt aus indonesischen Regenwäldern, mit katastrophalen Folgen für den Bestand des Tropenwaldes und für die Bevölkerung. Trotz des kostenlosen Zugangs zur Ressource Holz musste der Konzern im April 2001 seine Zahlungsunfähigkeit anmelden. Zur Zeit laufen Umschuldungsverhandlungen, bei denen die Konditionen für die Rückzahlung der derzeit noch ausstehenden staatlichen Bürgschaften festgelegt werden sollen.
Die Nichtregierungsorganisationen Urgewald, Watch Indonesia!, Pro Regenwald, Rettet den Regenwald und Robin Wood forderten in einem Brief an Bundekanzler Schröder anläßlich seiner Asienreise, die Umschuldung an ökologische und soziale Bedingungen zu knüpfen. Ein ausschließlich nach ökonomischen Gesichtspunkten gestalteter Umschuldungsprozess reiche nicht aus. Wenn APP sich auch in Zukunft auf den Kahlschlag von Primärwäldern stütze, drohe neben der weiteren Zuspitzung der ökologischen Probleme auch der nächste ökonomische Kollaps von APP. Ökologische und soziale Kriterien lägen somit in dem ureigensten ökonomischen Interesse des Finanzministeriums, so die Absender. Der Finanzminister solle zu seiner Verantwortung stehen und die Umschuldung an verpflichtende Bedingungen knüpfen: APP dürfe kein Tropenholz für die Papier- und Zellstoffproduktion verwenden, sondern nur Plantagenholz. Dazu müsse APP seine Produktionskapazitäten drastisch reduzieren. Der Lebensraum der im und vom Wald lebenden Menschen auf Sumatra dürfe nicht weiter zerstört werden. Außerdem forderten die Gruppen ein unabhängiges externes Monitoring des Unternehmens und einer nachhaltigen Holzzufuhr.
Offener Brief (pdf, ca. 100 kB)
April und Papier Union

ROBIN WOOD-Stellungnahme zu April und PAPIER UNION
Stimmen aus Indonesien
In einer gemeinsamen Stellungnahme erklären Umweltorganisationen aus Indonesien topaktuell zur Unterstützung unserer Protest-Aktion, wie die Zellstoff- und Papierkonzerne die Lebensgrundlagen in ihrem Land zerstören.
Die Stellungnahme liegt im uns auf indonesisch und in der deutschen Übersetzung vor.




