Tropenwald

Neues Bildungsmaterial

Im vielseitig einsetzbaren Material werden Vorschläge zur Gestaltung von Veranstaltungen gemacht. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit (pdf).

Palmölanteil im Dieselkraftstoff nimmt weiter zu

In Indonesien wüteten 2015 verheerende Waldbrände. Insgesamt brannte eine Fläche von der Größe Sachsens ab. Giftiger Smog breitete sich über weite Teile Südostasiens aus. Eine halbe Million Menschen musste wegen Atemwegserkrankungen im Krankenhaus behandelt werden.

Für die Brände sind zum größten Teil Plantagenbesitzer verantwortlich, die das Land mit Feuer auf industrielle Monokulturen vorbereiten. Nach Angaben von Global Forest Watch befanden sich 54 Prozent der Brände auf Konzessionsflächen von Palmölfirmen und 41 Prozent auf jenen von Zellstoffproduzenten.

Noch immer fließt der allergrößte Teil des Palmöls in Europa in die Produktion von Lebens- und Reinigungsmitteln. Doch seit einigen Jahren wird ein stetig wachsender Anteil in Automotoren verbrannt. Die gesteigerte Nachfrage nach Palmöl geht inzwischen fast ausschließlich auf das Konto des Biosprits. Dabei steigt der Anteil des Palmöldiesels rasant an. Bereits heute steckt in jeder stinknormalen Dieseltankfüllung rund ein Liter Palmöldiesel. Und das ist wahrscheinlich nur der Anfang. (mehr...)

Kahlschlag durch Wilmar in Indonesien, Foto: Nordin, Save Our Borneo

Immer mehr Palmöl landet bei uns im Tank! Rund 30 Prozent des importierten Palmöls wird mitlerweile zu Treibstoff. Seit 2012 streitet die EU über die Deckelung des Anteils von Biokraftstoffen aus potenziellen Nahrungsmitteln am gesamten Kraftstoffverbrauche. Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, wird der Anteil der Biokraftstoffe in der EU bis 2020 auf rund 8,6 Prozent steigen. Das würde nicht nur zu einem Anstieg der Treibhausgase, sondern auch zur Zerstörung weiterer riesiger Waldflächen, steigenden Lebensmittelpreisen und großflächigem Landgrabbing in den Entwicklungsländern führen. Nun geht der Streit der EU-Institutionen um die Deckelung des Anteils von Biokraftstoffen aus Nahrungsmitteln am gesamten Kraftstoffverbrauch in die nächste Runde. (zum Blog...)

ROBIN WOOD hat bei Testkäufen Produkte mit Tropenhölzern gefunden, die auf der Roten Liste als gefährdete Arten geführt werden und deren legale Herkunft nicht gesichert ist. Elf der 14 durch das Thünen-Instituts analysierten Holzprodukte enthielten Tropenhölzer. Die gefundenen Tropenhölzer stammen allesamt aus dem tropischen Afrika, also aus krisenreichen Regionen mit einem sehr hohen Anteil an illegalem Holzeinschlag und illegalem Holzhandel. Kein einziger Anbieter konnte die legale Herkunft der verwendeten Hölzer lückenlos und glaubhaft belegen. (mehr...)

In Südostasien wird es zunehmend schwieriger, neue Landflächen für Palmölplantagen zu erwerben. Seit Mitte der 2000er-Jahre ist Wilmar International deshalb über verschiedene Beteiligungen an Agrargeschäften in Afrika beteiligt. So ist Wilmar Partner in einem Palmöl-Projekt auf den Ssese-Inseln in Uganda. Geplant sind Palmöl-Plantagen auf insgesamt 40.000 Hektar.

Jonathan Happ und Katja Becker von Graswurzel-TV Graswurzel-TV sind mit Unterstützung von ROBIN WOOD auf die Ssese-Inseln gefahren und haben sich ein Bild von vor Ort gemacht. Die Filme, die dabei entstanden sind, zeigen den rücksichtslosen Raubbau und die Vertreibung von Menschen durch Wilmar. Sie sind hier auf der ROBIN WOOD-Homepage zu sehen: (zu den Videos)

Palmöl

Riesige, unüberschaubare grüne Flächen breiten sich bis zum Horizont aus- Palmölplantagen. Für diese Flächen werden wertvolle Wälder gerodet, unwiederbringliche Natur zerstört, Menschen in ihrer Existenz bedroht und von ihrem Land vertrieben.

Palmöl und Palmkernöl wird in alle Welt exportiert, Deutschland gehört in Europa mit zu den größten Abnehmern. Es wird hier in einer Vielzahl von Produkten verarbeitet, von Lebensmitteln über Kosmetika bis hin zu Waschmitteln. Finanziert werden die Palmölplantagen auch immer wieder von deutschen Banken. (mehr...)

Ausstellung: Papier - weniger ist mehr

Die Wanderausstellung von ROBIN WOOD zeigt die globalen Auswirkungen des hohen Papierkonsums in den Industrieländern. Nach Belgien/Luxemburg wird in Deutschland am meisten Papier weltweit verschwendet. Auf den Tafeln werden Zusammenhänge dargestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, was jeder Mensch mit seinem Handeln für die Menschen in den Herkunftsländern der Rohstoffe, Umwelt, Wald und Klima tun kann. (mehr…)