Straßengüterverkehr - Die Last mit den Lastern

Der Güterverkehr auf deutschen Straßen ist von 1991 bis 2002 um fast 45 Prozent gestiegen. Dabei werden kaum mehr Güter transportiert, diese aber weiter gefahren. Seit der EU-Osterweiterung rollen noch mehr LKW über deutsche Straßen. Das jährliche Wachstum hat sich seitdem von 3,75 auf fünf Prozent beschleunigt und wurde erst 2008 durch die Wirtschaftskrise gebremst.

Damit wachsen auch die von LKWs verursachten Umwelt- und Gesundheitsschäden durch Lärm und Abgase. Ein vorbeifahrender Lkw erzeugt einen Lärmpegel von 90 Dezibel. Schon 85 Dezibel können zu Hörschäden führen. Dieselruß ist krebserregend, Stickoxide verursachen sauren Regen, erhöhen die Ozonbelastung und beschleunigen das Waldsterben, Kohlendioxid trägt zum menschgemachten Treibhauseffekt bei.

Schwere LKW verursachen überproportional starke Straßenschäden. Ein LKW mit 10 Tonnen Achslast und vier Achsen verursacht so viel Straßenschäden wie 60.000 PKW. Ein Viertel aller Verkehrstoten stirbt bei Unfällen mit LKW. Trotz der deutlich schlechteren Umweltbilanz werden viermal so viele Güter mit dem LKW wie mit der Bahn durch´s Land gefahren.

ROBIN WOOD fordert die konsequente Verlagerung von Gütern auf die Schiene und Kostenwahrheit im Schwerverkehr durch eine leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe. Außer den gefahrenen Kilometern muss sie Gesamtgewicht, Schadstoff- und Lärmemissionen berücksichtigen.

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