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News

Pressemitteilung

25.08.2013, Kategorie: Energie

ROBIN WOOD-Protest bei den Cyclassics: "Tschüss Vattenfall!"

Aktionsserie gegen Vattenfall bei den Cyclassics. Nr. 1: Banner am Hamburger Rathausmarkt (Foto: J. Johannsen)

Nr. 2: Abseilaktion über der Radrennstrecke

Nr. 3: Abschiedsgruß an Vattenfall in einem weiteren Baum an der Mönckebergstraße

Klare Botschaft zum Volksentscheid am 22. September: "100% Tschüss Vattenfall!"

Die Feuerwehr kam morgens mit dem Leiterwagen, brach ihren Einsatz aber ab. (Foto: J. Johannsen)

Dieser und die weiteren KletterInnen blieben über Stunden oben. (Übrige Fotos: ROBIN WOOD)

(Foto: J. Johannsen)

AktivistInnen von ROBIN WOOD protestieren heute Vormittag in der Hamburger Innenstadt bei den "Vattenfall Cyclassics". Mehrere AktivistInnen kletterten in der Mönckebergstraße auf Bäume und auf einen Laternenmasten direkt an der Strecke des Radrennens und zeigten Transparente mit den Slogans "Keine Kohle in Moorburg. Tschüss Vattenfall!" und "Kohlekraft macht krank!". Damit demonstrieren sie gegen die Kohle- und Atompolitik von Vattenfall und für die vollständige Übernahme der Hamburger Energienetze in die öffentliche Hand. An weiteren Orten in der City gibt es von der Kampagne gegenstrom13 und anderen ebenfalls Proteste gegen Vattenfall.

"Radfahren ist prima. Problematisch ist der Sponsor Vattenfall, der hier Greenwashing betreibt und damit von seiner unverantwortlichen Politik ablenken will", sagte ROBIN WOOD-Kletteraktivistin Cécile Lecomte.

Der Strom von Vattenfall stammt zu 80 Prozent aus extrem klimaschädlicher Kohleverbrennung. Ein Umdenken ist nicht in Sicht. In Hamburg-Moorburg stellt der Konzern gerade ein neues Steinkohlekraftwerk fertig. Am Donnerstag dieser Woche wurden zum ersten Mal probeweise die Kessel befeuert, der kommerzielle Betrieb soll in 2014 starten. Die Kapazität des riesigen Kraftwerks reicht aus, um ganz Hamburg mit Strom zu versorgen - ein Überangebot, das in ganz Norddeutschland nicht gebraucht wird. Daher plant Vattenfall, große Mengen des erzeugten Stroms in die Niederlande zu exportieren. Die Gewinne aus dem Geschäft fließen nach Schweden. Hamburg bleibt der Dreck aus den Moorburg-Schloten.

In der Lausitz setzt Vattenfall auf die besonders klimaschädliche Braunkohle. Auch daran soll sich in den nächsten Jahrzehnten nichts ändern: Gerade wurde der neue Tagebau Welzow-Süd II beantragt - für einen Zeitraum von 2027 bis 2042. Mehr als 800 Menschen sollen dafür aus ihren Dörfern vertrieben werden.

Am 22. September findet in Hamburg der Volksentscheid über die Energienetze statt. Dann können alle HamburgerInnen und Hamburger zeigen, dass sie die Energiewende wollen und Vattenfall und E.on dafür nicht als geeigneten Partner sehen.

"Wir müssen die Energiewende selbst in die Hand nehmen und dürfen sie nicht den Konzernen überlassen!", sagte ROBIN WOOD-Aktivist Florian Kubitz. "Sagen Sie Vattenfall Ihre Meinung und stimmen Sie am 22. September dafür, dass die Netze zu 100 Prozent zurück in die öffentliche Hand kommen!"

ROBIN WOOD sagt schon im Vorfeld "Tschüss Vattenfall". JedeR kann sich beteiligen und auf www.robinwood.de/tschuess-vattenfall seinen Abschiedsgruß an Vattenfall online stellen.

Außerdem fordert ROBIN WOOD alle VerbraucherInnen auf, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Welche Anbieter empfehlenswert sind, hat ROBIN WOOD im Rahmen einer aktuellen Recherche überprüft und online veröffentlicht: www.robinwood.de/stromwechsel.

Für Rückfragen:
Florian Kubitz, ROBIN WOOD Hamburg, Tel. 0162 / 488 68 57; Ute Bertrand,
Pressesprecherin, Tel. 0171 / 835 95 15, presse(at)robinwood.de

Weitere Informationen:
Zum Volksentscheid: www.unser-netz-hamburg.de
Zu "100 % Tschüss Vattenfall": www.robinwood.de/tschuess-vattenfall
Zum Ökostromwechsel: www.robinwood.de/stromwechsel