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News

Pressemitteilung

30.08.2015, Kategorie: Verkehr

Schluss mit Wachstumslogik - Waldcamp setzt erfolgreich Zeichen gegen Flughafenausbau in Rhein-Main

Wird ein grüner Minister den ersten Spatenstich für Terminal 3 am Frankfurter Flughafen vornehmen?

Selbstgebackener Widerstand vom Kuchenstand der Bürger-Inis gegen den Flughafenausbau (Fotos: Robin Wood)

Workshop zur Geschichte des Widerstands gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens

ROBIN WOOD-Kletterin in Aktion bei Sehring

ROBIN WOOD zieht eine positive Bilanz des Sommercamps gegen den Bau eines dritten Terminals am Frankfurter Flughafen. Über 100 Leute diskutierten während der vergangenen vier Tage im Wald Wege zum Rückbau des Frankfurter Flughafens und Alternativen zur zerstörerischen Wachstumslogik. Das Camp geht heute Nachmittag zu Ende.

ROBIN WOOD ist Teil des jahrzehntelangen Widerstandes gegen den Flughafenausbau in der Region. Die Umweltorganisation unterstützt mit dem Camp das Bündnis der Bürgerinitiativen (BBI). Als das Camp am vergangenen Donnerstag aufgebaut wurde, hielt das BBI, in dem mehr als 80 regionale Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau aktiv sind, dort seine Delegiertenversammlung ab. Die drei BBI-Sprecher Thomas Scheffler, Dietrich Elsner und Michael Flörsheimer beteiligten sich mit eigenen Beiträgen am Workshop-Programm. „Es gibt eine starke Verbindung des Bündnisses der Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau und Robin Wood. Wir ziehen an einem Strang“, sagte Manfred Teichfuß von der BI Rüsselsheim.

Im Camp fand – trotz des zu Beginn regnerischen Wetters – ein vielfältiges inhaltliches Programm statt ergänzt durch Schnupperklettern, Musikdarbietung und dem traditionellen Kuchenstand der Bürgerinitiativen. Zur politischen Theorie gab es auch die Praxis: Am Freitag starteten AktivistInnen eine Kletteraktion vor dem Werkstor des Kieswerks Sehring. Sehring plant die weitere Zerstörung von Bannwald für den Kiesabbau und profitiert als Kies-Lieferant vom Flughafenausbau. Am Samstag folgte eine Exkursion zur Baustelle von Terminal 3, wo Protestbanner aufgehängt und eine Baustellenzufahrt mit Wolle eingesponnen und so symbolisch blockiert wurde.

Terminal 3 wird die Kapazitäten am Frankfurter Flughafen in einem Umfang erhöhen, der dem Bau eines neuen Flughafens entspricht. Für Umwelt und Klima ist das desaströs. Trotzdem wird es wohl ausgerechnet ein grüner Verkehrsminister in Hessen sein, der diesen Ausbau verantwortet. „Wenn der grüne Minister Tarek al Wazir den inszenierten ersten Spatenstich für Terminal 3 vollzieht, wird er damit sein Wahlversprechen, mit ihm werde es kein Terminal 3 geben, endgültig und spektakulär brechen“, sagt ROBIN WOOD-Verkehrsreferentin Monika Lege. Der erste Spatenstich soll bereits im Herbst erfolgen.

Für Rückfragen:
ROBIN WOOD-Kontakt im Sommercamp, Tel. 0176 / 94 92 09 56
Monika Lege, Verkehrsreferentin, Tel. 040 / 380 892 12, verkehr[at]robinwood.de
Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 0171 / 835 95 15, presse[at]robinwood.de

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Weitere Infos und Fotos im ROBIN WOOD-Blog.