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Pressemitteilung

19.08.2012, Kategorie: Energie

Jetzt umsatteln auf Ökostrom - ROBIN WOOD-Protest bei den Vattenfall Cyclassics 2012

Protestaktion bei den Vattenfall Cyclassics, Freihafenbrücke in Hamburg, 19.8.2012 (Foto: ROBIN WOOD)

ROBIN WOOD-AktivistInnen protestieren seit heute Morgen bei den Vattenfall Cyclassics in Hamburg gegen die gefährliche und klimaschädliche Energiepolitik dieses Konzerns. Auf der Freihafenbrücke haben zwei KletterInnen gegen 7:30 Uhr in etwa zehn Metern über der Rad-Rennstrecke ein Transparent aufgespannt mit dem Slogan: "Umsatteln! Ökostrom statt Kohle und Atom". Weitere AktivistInnen verteilen Flyer an ZuschauerInnen gegen die Vereinnahmung der Sportveranstaltung durch den Konzern Vattenfall und fordern sie auf, auf Ökostrom umzusteigen.

"Radfahren ist prima. Problematisch ist der Sponsor Vattenfall, der hier sein Greenwashing betreibt und damit von seiner unverantwortlichen Politik ablenken will", sagte ROBIN WOOD-Kletteraktivistin Cécile Lecomte.

80 Prozent des von Vattenfall erzeugten Stroms stammt aus Braunkohle. In der Lausitz lässt das schwedische Unternehmen ganze Landstriche für den Braunkohle-Tagebau abbaggern. In Hamburg-Moorburg baut Vattenfall ein riesiges neues Kohlekraftwerk, das alle Klimaschutzanstrengungen in der Stadt zunichte macht. Der Konzern ist zudem am AKW Brokdorf sowie an den inzwischen stillgelegten Schrottreaktoren Krümmel und Brunsbüttel beteiligt.

Angesichts der Atomkatastrophe in Fukushima ist die Akzeptanz von Vattenfall weiter rapide gesunken. In den letzten Jahren hat das Unternehmen in Hamburg Zehntausende KundInnen an Ökostromanbieter verloren.

Doch der Konzern will weiterhin auf Atomkurs bleiben: Vattenfall hält sich die Option offen, neue AKWs zu bauen und hat kürzlich in Schweden einen entsprechenden Antrag gestellt. Gegen den von der Bundesregierung beschlossenen, schrittweisen Atomausstieg geht Vattenfall mit einer Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht sowie einer Klage vor dem internationalen Schiedsgericht ICSID in Washington vor.

"Ein Konzern wie Vattenfall, der weiterhin voll auf Atom- und Kohlestrom setzt, kann für die Stadt Hamburg kein Partner sein. Er ist auch als Netzbetreiber gänzlich ungeeignet", sagte Florian Kubitz von ROBIN WOOD in Hamburg. "Alle KundInnen von Vattenfall in Hamburg fordern wir auf, zu einem von ROBIN WOOD empfohlenen Ökostromanbieter zu wechseln und damit klar zu machen, dass sie jetzt den konsequenten Umstieg auf dezentrale, erneuerbare Energien wollen."

Welche Ökostromanbieter ROBIN WOOD nach eigenen Recherchen für empfehlenswert hält und warum, steht auf der Homepage der Umweltorganisation unter: www.robinwood.de/stromwechsel

 
Kontakt:
ROBIN WOOD-Regionalgruppe Hamburg-Lüneburg, Cécile Lecomte, Tel. 0160 / 17 96 531 und Florian Kubitz, Tel. 0162 / 48 86 857; Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressestelle, Tel. 0171 / 835 95 15, presse(at)robinwood.de