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News

Pressemitteilung

15.12.2009, Kategorie: Verkehr, Wald

Streusalz ist Gift für Boden und Bäume

ROBIN WOOD empfiehlt Sand, Splitt oder Granulat / Kommunale Streusalzverbote werden oft missachtet

Der Wintereinbruch in diesen Tagen wird zu einem Run auf Winterstreumittel führen. ROBIN WOOD rät, bei Schnee und Eis auf Streusalz zu verzichten, weil dies die Umwelt schädigt. Stattdessen sollten VerbraucherInnen zu Sand, Splitt oder Granulat greifen und dabei auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“ achten. Es garantiert, dass die Mittel salzfrei sind, eine gute abstumpfende Qualität haben und keine belastenden Schwermetalle enthalten.

Vor allem Straßenbäume leiden unter dem Streusalz. Denn das Salz verdichtet den Boden, verdrängt wichtige Nährstoffe und erhöht den ph-Wert. Das von den Bäumen aufgenommene Salz führt später zum Absterben der Blätter von den Blatträndern her (Blattrandnekrosen) und zum vorzeitigen Laubfall. Auftausalze belasten darüber hinaus das Grundwasser und führen zu Korrosionsschäden an Brücken, Fahrbahnen und Kraftfahrzeugen.

Zum Schutz von Vegetation, Boden und Grundwasser ist es daher in vielen Städten in Deutschland verboten, Auftausalz auf dem Gehsteig vor dem Haus zu streuen, so z.B. in Hamburg, Berlin, München und Wiesbaden. Andernorts ist es lediglich in Ausnahmefällen, etwa bei Eisregen, erlaubt. Doch das wissen offenbar die wenigsten, und den Handel schert es kaum. Wo sich im Eingangsbereich der Baumärkte im Sommer die Grillkohlen stapeln, drängen sich jetzt die Streusalz-Säcke. Dabei halten es weder Hersteller noch Anbieter für nötig, auf bestehende Verbote der Salzverwendung deutlich hinzuweisen.

Alle Baumärkte bieten auch umweltfreundliche Streumittel wie Lavasplitt oder Tongranulate an; das Angebot an Streusalz ist jedoch meist wesentlich größer und der Preis deutlich niedriger.

„Wir appellieren an alle Verbraucherinnen und Verbraucher, die Geschäfte auf ihren Streusalzsäcken sitzen zu lassen und bei Schnee und Eis kein Salz zu verwenden“, sagt Rudolf Fenner, Waldreferent bei ROBIN WOOD. „Vom Einzelhandel erwarten wir, dass er Auftausalze komplett aus dem Sortiment nimmt.“

ROBIN WOOD hat eine Übersicht über Verbotsregelungen in zahlreichen Kommunen zum Einsatz von Auftausalzen erstellt und hier auf der Homepage veröffentlicht unter: http://www.robinwood.de/streusalz/

Kontakt:

Rudolf Fenner, ROBIN WOOD-Waldreferent, Tel. 040 / 380 892 11, wald@robinwood.de

Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de