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Pressemitteilung
ROBIN WOOD fordert Absage des Atomtransports nach Lubmin
ROBIN WOOD ruft gemeinsam mit weiteren Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen zu Protesten gegen den anstehenden CASTOR-Transport aus dem südfranzösischen Cadarache nach Lubmin bei Greifswald auf. Am kommenden Samstag findet in Greifswald eine Demonstration gegen den Transport und für die Stilllegung aller Atomanlagen statt. Weitere Protestaktionen wird es zudem am 15. und 16. Dezember entlang der Transportstrecke geben.
„Der geplante CASTOR-Transport nach Lubmin zeigt erneut, dass es bis heute kein taugliches Konzept für die Beseitigung radioaktiven Atommülls gibt. Trotzdem die Laufzeiten für überflüssige und gefährliche Atomkraftwerke zu verlängern und noch mehr Atommüll zu erzeugen, ist unverantwortlich“, sagt Dirk Seifert, Energiereferent der Umweltorganisation ROBIN WOOD. „ROBIN WOOD fordert die Bundesregierung auf, den Transport abzusagen und die Produktion von Atommüll in Deutschland sofort zu stoppen.“ Einen geplanten weiteren Atomtransport aus Deutschland ins bereits hochgradig verseuchte, russische Majak hatte Bundesumweltminister Norbert Röttgen nach internationalen Anti-Atom-Protesten kürzlich vorerst nicht genehmigt.
Beim Bau des Zwischenlagers in Lubmin hatten der Betreiber des Lagers sowie die Landes- und Bundesregierung der Bevölkerung Anfang der 90er Jahre versprochen, dort werde ausschließlich Atommüll aus dem Rückbau der DDR-Atomkraftwerke Lubmin und Rheinsberg eingelagert. Inzwischen steht den Betreibern und der Bundesregierung der Atommüll bis zum Hals. Jetzt soll auch hochradioaktiver Atommüll aus Westdeutschland nach Lubmin.
„Mit der Einlagerung von hochradioaktivem Atommüll aus Westdeutschland bricht die Atomlobby wieder einmal ein Versprechen. Kein Wunder, wenn das die Menschen in der vom Tourismus abhängigen Ostseeregion empört und zum Widerstand ermuntert“, sagt Christina Albrecht von der ROBIN WOOD-Fachgruppe Energie.
In den vier CASTOR-Behältern befinden sich hochradioaktive Brennelemente des ehemaligen Atomfrachters Otto Hahn und aus der – inzwischen geschlossenen – Forschungsanlage für Schnelle Brüter in Karlsruhe. Die Brennelemente der Otto Hahn lagerten bis zum Sommer 2010 in der Atomforschungsanlage GKSS östlich von Hamburg und am AKW Krümmel in Geesthacht. Weil dort die schweren und großen CASTOR-Behälter, die für die Zwischenlagerung in Lubmin vorgeschrieben sind, nicht hantiert werden konnten, ist der hochgefährliche Atommüll zunächst über 1.000 Kilometer ins südfranzösische Cadarache gekarrt worden. Hier wurde der Atommüll in die CASTOR-Behälter verpackt, um dann auf die nächste lange und riskante Reise geschickt zu werden.
Kontakt:
Dirk Seifert, Energiereferent, Tel. 040 / 380 892 21, energie@robinwood.de
Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de
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Die Demo gegen den CASTOR-Transport nach Lubmin startet am Samstag, den 11.12.10 um 13:00 Uhr am Hauptbahnhof/ZOB in Greifswald mit einer Auftaktkundgebung.
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