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News

Pressemitteilung

31.10.2012, Kategorie: Energie

Häfen für gefährliche Atom-Transporte sperren

AtomkraftgegnerInnen mobilisieren für Proteste in Nordenham und Grohnde gegen anstehenden Transport von AKW-Brennelementen

 

ROBIN WOOD fordert, den anstehenden Transport von Plutonium-Brennelementen aus Sellafield nach Grohnde abzusagen und Häfen für den Umschlag solcher atomaren Frachten zu sperren. Acht so genannte MOX-Brennelemente sollen von der Plutoniumfabrik im britischen Sellafield über den Hafen in Nordenham nach Grohnde in Niedersachsen gebracht werden, wo sie im dortigen Atomkraftwerk des Betreibers E.on zum Einsatz kommen sollen.

"Der Transport setzt die BürgerInnen enormen Gefahren aus und dient nur einem Zweck - dem Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Grohnde", sagte ROBIN WOOD-Energiereferent Dirk Seifert. "Wir wollen raus aus der Atomkraft und ein Ende dieser überflüssigen, hochriskanten Transporte."

Wie bereits beim Plutoniumtransport auf gleicher Strecke im September dieses Jahres soll der alte und ungeeignete Frachter Atlantic Osprey eingesetzt werden. Die Atlantic Osprey ist nur einwandig gebaut und verfügt über nur eine Antriebs-Maschine.

ROBIN WOOD kritisiert zudem, dass die Behörden geheim halten, wann genau der hochgefährliche Transport stattfindet - nicht einmal die zuständigen Katastrophenschutzbehörden der Landkreise werden vorab ausreichend informiert. Dabei könnten die Auswirkungen bei einem Unfall verheerend sein. Plutonium ist hochgiftig. Schon winzige Spuren dieses Stoffes reichen aus, um Lungenkrebs auszulösen.

Der Kreistag Wesermarsch und die Stadt Nordenham haben kürzlich auf einer gemeinsamen Sondersitzung aus Anlass der Plutonium-Transporte eine Resolution verabschiedet. Darin stellen sie fest: "Nordenham darf keine Drehscheibe für internationale Atomtransporte, für den Umschlag brisanter, hochgefährlicher strahlender Güter sein und werden!". Sie fordern, "die Genehmigung für den Umschlag der MOX-Elemente in Nordenham zu widerrufen und keine weiteren Genehmigungen für den Umschlag von Kernbrennstoffen in Nordenham mehr zu erteilen".

Auch andere Städte haben längst den Ausstieg aus den Atomtransporten beschlossen. Cuxhaven und Wilhelmshaven weigern sich, solche atomaren Frachten über ihre Häfen umzuschlagen. Bremen hat seine Häfen für solche gefährlichen Transporte per Gesetz gesperrt.

Für Rückfragen:
Dirk Seifert, Energiereferat, Tel. 040 / 380 892 21, energie(at)robinwood.de
Ute Bertrand, Pressestelle, Tel. 040 / 380 892 22, presse(at)robinwood.de

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Am kommenden Samstag, den 3. November, werden AtomkraftgegnerInnen in Grohnde (13 Uhr am S-Bahnhof Emmerthal) und Nordenham (12.15 Uhr am Bahnhof Nordenham) protestieren.

Weitere Infos: www.robinwood.de/energie