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10.2.2012 : 23:00 : +0100

News

Pressemitteilung

13.08.2010, Kategorie: Energie

Haftantritt gegen das Klimachaos

Am heutigen Freitag, den 13.08.2010 tritt die unabhängige Umwelt-Aktivistin Franziska Wittig eine 14-tägige Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt in Brühl an. Sie weigert sich, eine Strafe zu bezahlen, die wegen des Protests gegen das Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg am 20.8.2008 gegen sie verhängt wurde. Sie hatte sich damals an einer Sitzblockade auf der Baustelle des Kraftwerks beteiligt. ROBIN WOOD lehnt die Verurteilung ab.

„Wir fordern die Einstellung aller Verfahren wegen der Proteste gegen das Klimakiller-Kraftwerk Moorburg“, erklärt Daniel Häfner von ROBIN WOOD. „Die Proteste gegen die Konzernpolitik von Vattenfall sind legitim und notwendig. Franziskas Aktion entspringt dem Notstand, das Klimachaos noch abzumildern.“

Pro Jahr würde das Kraftwerk Moorburg mehr als acht Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen. Das entspricht den jährlichen Abgasen von mehr als 1,4 Millionen PKW - mehr als das Doppelte des gesamten Straßenverkehrs in Hamburg.

„Wir fordern alle Menschen auf, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln und darüber hinaus gegen die Konzernpolitik von Vattenfall aktiv zu werden“, fährt Häfner fort. Mit den Initiativen gegen die Moorburgtrasse und für die Rekommunalisierung der Versorgungsnetze gibt es dazu auch in Hamburg vielfältige Möglichkeiten. Auch gegen das Greenwashing von Vattenfall bei den Cyclassics am nächsten Wochenende sind Proteste angekündigt.

Am 20.08.2008 hatte sich Franziska Wittig daran beteiligt, gemeinsam mit rund 40 anderen Aktiven die Baustelle des Kraftwerks zu besetzen. Während der Proteste vor dem Kraftwerk im Umfeld des Klimacamps 2008 wurden mehr als 30 Protestierende in Gewahrsam genommen. Auch das Vorgehen der Polizei gegen Protestierende bei einer Demonstration auf der Baustelle einige Tage später war brutal und illegal, um die Konzerninteressen von Vattenfall zu schützen. So wurden Journalisten und weitere Anwesende von hinten geschlagen und niedergeknüppelt.

Die Umwelt-und Klima-Aktivistin Franziska Wittig war auch an ROBIN WOOD-Aktionen beteiligt. ROBIN WOOD hatte zuletzt eine fast dreimonatige Baumbesetzung gegen die so genannte Moorburgtrasse in Hamburg durchgeführt, die nun nicht wie geplant gebaut wird. „Franziska Wittig sitzt stellvertretend für uns alle im Gefängnis, die gegen das Klimachaos streiten“, endet Häfner.

Kontakt:

Daniel Häfner, Klima-Aktivist, Tel. 0179-6719016

Weitere Informationen zum Prozess finden Sie unter:

http://de.indymedia.org/2009/03/244098.shtml

http://de.indymedia.org/2009/03/244621.shtml