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News

Pressemitteilung

08.06.2012, Kategorie: Verkehr

Stoppt den dritten Startbahnwahn!

ROBIN WOOD-AktivistInnen appellieren an MünchnerInnen, beim Bürgerentscheid gegen den Flughafenausbau zu stimmen

Protest-Aktion am Münchner Siegestor gegen die dritte Startbahn am Flughafen im Erdinger Moos (Foto: ROBIN WOOD, M. Holzer)

UmweltschutzaktivistInnen von ROBIN WOOD sind heute Mittag auf das Siegestor in München geklettert. Auf Bannern mit den Slogans "Stoppt den 3. Startbahnwahn!" und "Nein am 17.6." appellierten sie an die MünchnerInnen, bei dem Bürgerentscheid am 17. Juni gegen den Bau einer dritten Startbahn am Flughafen im Erdinger Moos zu stimmen. Die heutige Aktion wird von Plane Stupid Germany, einer Aktionsgemeinschaft gegen den Flughafenausbau, unterstützt.

Die dritte Startbahn ist ökologisch und ökonomisch unsinnig. Obwohl die Fluggastzahlen steigen, stagnierte die Anzahl der Flüge am Flughafen München im Jahr 2008 und ging seither zurück. Die voraussichtlichen Kosten für den Bau einer dritten Bahn belaufen sich auf 1,2 Milliarden Euro, die Finanzierung ist noch ungeklärt.

Die neue Piste würde das Erdinger Moos, eines der letzten großen, bayrischen Niedermoore, zerschneiden und weitgehend entwässern. Eine Fläche größer als der Tegernsee würde unter Beton verschwinden. Dadurch würde ein einzigartiges Biotop mit hoher Artenvielfalt und zugleich eine der bedeutenden Kohlendioxid-Senken in Bayern zerstört. Der extrem klimaschädliche Flugverkehr hingegen würde weiter gefördert und das Klima angeheizt. Schon jetzt ist der Münchner Flughafen einer der größten Klimakiller in Bayern.

"Eine Verkehrspolitik, die auf die Förderung des klimaschädlichsten Verkehrsmittels setzt, ist unverantwortlich. Sie widerspricht den Klimaschutzplänen der Landeshauptstadt München und auch dem Artikel 141 der bayerischen Verfassung, der den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen regelt", sagt Celine Magnus von ROBIN WOOD.

Um einen Klimakollaps noch abzuwenden, wäre eine radikale Reduktion der Treibhausgas-Emissionen notwendig. Laut Umweltbundesamt müssten sie in Deutschland bis 2050 um neunzig Prozent sinken gegenüber dem Vergleichsjahr 1990. Im Verkehrssektor geht dies nur durch eine Beschränkung des bislang noch stetig wachsenden Flugverkehrs. "Wir brauchen eine radikale Wende in der Verkehrspolitik. Dinosaurierprojekte wie der Ausbau des Münchner Flughafens sind daher umgehend zu stoppen", fordert ROBIN WOOD-Verkehrsreferent Klaus Schotte.

ROBIN WOOD und Plane Stupid Germany wollen eine bessere Mobilität für alle statt mehr Verkehr.-šMehr Verkehr' bedeutet mehr Lärm, mehr Beton, mehr Abgase, mehr Treibhausgase und mehr Stress. Stattdessen ist die Frage zu stellen: Warum sind Menschen und ihre Sachen unterwegs? Wie können wir unseren Mobilitätsbedürfnissen auch in Zukunft sicher nachkommen - gerecht, umwelt- und klimaverträglich?

Kontakt:
Klaus Schotte, ROBIN WOOD-Verkehrsreferat, Tel. 040 / 380 892 12, verkehr(at)robinwood.de

Florian Sperk, Plane Stupid Germany, Tel. 0176 / 83 07 95 49, mail(at)planestupid-germany.de

Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressestelle, Tel. 040 / 380 892 22, presse(at)robinwood.de


Weitere Infos:     
www.robinwood.de/Flugverkehr/
www.planestupid-germany.de

Vorbereitungen für den Banner-Drop

...und dann hängt's - mit einer klaren Botschaft an die MünchnerInnen

(Fotos: ROBIN WOOD / M. Holzer)