KünstlerInnen gegen Moorburg

Kunst gegen Klimakatastrophe. Ausstellung. Mehr Infos hier!

Was ist los bei der Baumbesetzung?

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Gegen das Kohlekraftwerk Moorburg:

ROBIN WOOD gemeinsam mit der Initiative Moorburgtrasse Stoppen " Infos auch unter: http://www.moorburgtrasse-stoppen.de

Kampagnen

Spenden für die Umwelt

Zweiter Anlauf für die Moorburgtrasse - Vattenfall auf Kohlekurs

Am 18. November wird die Anhörung im Genehmigungsverfahren für die von Vattenfall geplante Fernwärmetrasse vom Kohlekraftwerk Moorburg durch Hamburg-Altona stattfinden.

Vattenfall setzt damit weiter auf eine Strategie der Kohleverbrennung und damit auf hohe CO2-Emissionen. Denn für die Fernwärmeeinspeisung muss im noch im Bau befinlichen Kohlekraftwerk Moorburg mehr Kohle eingesetzt werden. Dabei hat ein Gutachten im Auftrag der Hamburger Umweltbehörde gezeigt, dass die Klimaschutzziele der Stadt Hamburg nicht zu erreichen sein werden, wenn Fernwärme weiterhin durch die Verbrennung von Kohle erzeugt wird.

Die zuständige Umweltbehörde hat jetzt mitgeteilt, dass Erörterungstermin am 18. November 2011 beginnen soll. 

Das Genehmigungsverfahren für die Fernwärmetrasse ist der zweite Anlauf von Vattenfall: Im Frühjahr 2010 hatte der gemeinsame Widerstand mit Baumbesetzungen und Klagen der Initiative Moorburgtrasse Stoppen, dem BUND und ROBIN WOOD Erfolg. Das Hamburger Oberverwaltungsgericht hob die erste Genehmigung der Umweltbehörde auf, weil bei diesem "gravierenden Eingriff" die Öffentlichkeit nicht beteiligt worden war.

Das Hamburger Institut für Energie und Klimapolitik, arrhenius, hatte im Oktober 2010 im Auftrag der Hamburger Umweltbehörde ein Gutachten erstellt, um zu zeigen, wie die Klimaziele von Hamburg erreichbar sind. Das Gutachten betont, wie klimaschädlich eine mit Kohle aus dem im Bau befindlichen Kraftwerk Moorburg befeuerte Fernwärmetrasse wäre und dass die Klimaziele nicht erreicht werden könnten. Die dringende Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen wäre nicht machbar. Außerdem wäre der Umbau des Fernwärmenetzes für den Einsatz erneuerbarer Energien auf lange Sicht blockiert.

Vattenfall macht weiter klar, dass Klimaschutz für das Unternehmen keine entscheidende Rolle spielt. Informationen über das Kohlekraftwerk Moorburg hier. Der Bau des Kraftwerks verzögert sich, nachdem es Rissbefunde in wichtigen Baukomponeten gegeben hat. Dazu die Welt.

Der Erörterungstermin findet statt am Freitag, dem 18. November 2011, Montag, dem 21. November sowie an den darauffolgenden Werktagen jeweils von 9 bis ca. 17 Uhr auf dem Messegelände Hamburg Messe, Eingang Ost, St. Petersburger Straße 1, 20355 Hamburg, Halle B, 3. Obergeschoss stattfinden.

24.2.2010

Bau-Stopp für Vattenfall-Fernwärmetrasse

Die Beschwerde des BUND vor dem Hanseatischen Oberverwaltungsgericht hatte heute Erfolg! Die Plangenehmigung der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt für den Bau der 12 Kilometer langen Fernwärmetrasse quer durch die Stadt ist suspendiert.

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Strom und Wasser

Konzert gegen Kohlekraftwerk

Zur Unterstützung der Baumbesetzung gegen die Moorburgtrasse gab es Freitag, den 5.2.2010 im AHOI ein "Concerto für das Leben gegen Kohlekraftwerke" mit "Strom und Wasser", Anarcho-Liedermacher, www.strom-wasser.de



St.Pauli Heimspiel: Fans gegen Moorburg-Trasse. Quelle: usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php

St.Pauli-Fans gegen Moorburg

Beim letzten Heimspiel des FC St.Pauli (23.1., gegen Aachen, 1:0) haben Fans mit einem großen Banner gegen die Fernwärme-Trasse durch Altona und das Klimakiller-Kraftwerk Moorburg protestiert. Im Stadion entrollten sie das Banner mit dem Schriftzug www.moorburgtrasse-stoppen.de und riefen zur Demonstration am TAG X um 18 Uhr am Holstenbahnhof auf.

Ein Foto gibt es unter http://usp.stpaulifans.de/copper/displayimage.php?album=131&pos=4 

Beschwerde

Der BUND hat am Montag, den 25.1., Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgericht Hamburg eingelegt. Gemeinsam mit ROBIN WOOD, der AnwohnerInneninitiative und anderen soll erreicht werden, dass die jetzigen Planungen für die Fernwärme-Trasse vom Klimamonster Moorburg nicht gebaut werden darf. Die zuständige Umweltbehörde hat ohne jede Bürger- und Verbändebeteiligung die Trasse genehmigt, obwohl dabei fast 400 Bäume gefällt werden müssen und der Grünzug in Altona für Jahre zerstört wird.

Nächste Instanz

20.1.2010: Wir gehen in die nächste Instanz: Mit einer Beschwerde werden wir weiter auch rechtlich versuchen, gegen die Pläne von Vattenfall für das Kohlekraftwerk Moorburg und die Fernwärmetrasse vorzugehen. Der BUND wird die Beschwerde in Zusammenarbeit mit der AnwohnerInnen-Initiative und ROBIN WOOD an das zuständige Gericht einreichen.

Aktuell: Kohlekraft Moorburg und Fernwärmetrasse

19.1.2010: Am 14.1. hat das Hamburger Verwaltungsgericht eine Klage abgelehnt, mit der versucht werden sollte, die drohende Abholzung von rund 400 Bäumen für die Fernwärme-Trasse zum Klimakiller-Kraftwerk Moorburg zu verhindern. Die Bäume im Gähler Park werden weiter besetzt und der Widerstand gegen Vattenfall und die Klimakatastrophe geht weiter. Anwälte prüfen gerade, ob in zweiter Instanz geklagt wird.

So oder so: Die Vorbereitungen für den Tag X laufen. Sobald mit dem Abholzen der Bäume oder dem Bau der Trasse begonnen wird, sind alle UnterstützerInnen, Klimaschützer und Umweltbewegte aufgerufen, in den Gälher Park /Ecke Thadenstraße zu kommen. Eine Dauer-Mahnwache ist als Anlaufstelle dann angemeldet!

Es gibt von der AnwohnerInnen-Initiative eine SMS-Alarmkette

Bei Baubeginn, Rodungen im Wohngebiet, sowie bei weiteren Aktionen wird eine SMS-Alarm Infokette ausgelöst. In diese Liste kann man sich per SMS selber eintragen:

eintragen: "go trasse" an 84343

austragen: "end trasse" an 84343

Hamburg: Gegen Kohlekraftwerke, Trassen, Baumfällungen und mehr....

Baumbesetzung gegen das Klimakillerkraftwerk Moorburg

Mit einer unbefristeten Baumbesetzung im Gähler-Park in Hamburg Altona protestieren AktivistInnen von ROBIN WOOD seit Mitte Dezember 2009 bei klirrender Kälte gemeinsam mit anderen UmweltschützerInnen und AnwohnerInnen gegen das derzeit im Bau befindliche extrem klimaschädliche Kohlekraftwerk Moorburg. Im Gähler-Park und entlang der rund 12 Kilometer langen Trasse  sollen hunderte von Bäumen abgeholzt werden, um die erforderliche Anbindung an die Fernwärmeversorgung für die 2012 geplante Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks Moorburg sicherzustellen.

Der Energiekonzern Vattenfall will eine rund 12 Kilometer lange Fernwärmetrasse bauen, die vom neuen Kohlekraftwerk Moorburg quer durchs Hafengebiet und Altona bis nach Diebsteich führen soll. Umweltfolgen gibt es nicht nur in Altona: Im Hafengebiet kommt es zum Abholzen eines Pionierwäldchens und zur Störung der größten Sturmmövenkolonie im norddeutschen Binnenland auf der Hohen Schaar.

Gegen die Genehmigung der Trassenführung hat der BUND mit Unterstützung der AnwohnerInnen-Initiative "Moorburg-Trasse stoppen" und ROBIN WOOD in erster Instanz erfolglos Klage erhoben. Wir halten es für einen Skandal der grün-geführten Umweltbehörde, dass trotz dieses massiven Eingriffs durch den Bau der Fernwärmeleitung und der Zerstörung des Gähler-Parks weder BürgerInnen noch Naturschutzverbände an der Planung beteiligt worden sind. ROBIN WOOD hält dies - ebenso wie der BUND Hamburg - für rechtswidrig.

Zugunsten der wirtschaftlichen Interessen von Vattenfall hat die BSU im Rahmen eines beschleunigten Genehmigungsverfahrens auf eine echte Umweltverträglichkeitsprüfung und die Beteiligung der Umweltverbände verzichtet. Dabei hatte sogar das Amt für Landes- und Landschaftsplanung der BSU seine Zustimmung zu der jetzigen Trasse verweigert.

Um zu verhindern, dass Vattenfall noch vor einer Entscheidung des Gerichts die Bäume fällt und damit unumkehrbare Fakten schafft, haben AktivistInnen von ROBIN WOOD und AnwohnerInnen die Bäume besetzt. Ohne die Fernwärmetrasse ließe sich das Kraftwerk Moorburg nicht rentabel bewirtschaften. Die Trasse ist somit die Achillesferse des Riesen Vattenfall. 

Unterstützen Sie die AktivistInnen vor Ort im Gähler-Park! Warme Getränke, Essen (Vegan) und Gespräche helfen bei der Kälte und beim Widerstand gegen die Pläne von Vattenfall.  

Die Initiative Moorburgtrasse-stoppen betreibt eine SMS-Alarmliste: Bei Baubeginn, Rodungen im Wohngebiet, sowie bei weiteren Aktionen lösen wird eine SMS-Alarmkette ausgelöst. Ihr könnt euch per SMS auf die Liste setzen einfach: "go trasse" an 84343 senden. Wieder austragen geht auch: "end trasse" an 84343.

Gift für das Klima und die Energiewende - Kohlekraftwerk Moorburg stoppen!

Vattenfall baut derzeit im Stadtteil Moorburg ein 1.600-Megawatt-Kohlekraftwerk. Über acht Millionen Tonnen Kohlendioxid wird diese Dreckschleuder künftig Jahr für Jahr in den Hamburger Himmel blasen und damit das Klima doppelt so stark belasten wie der gesamte Straßenverkehr in der Hansestadt. Ehemals sollte Moorburg lediglich als Ersatz für das alte Heizkraftwerk Wedel neu gebaut werden. Mit einer Fernwärmeleistung von 400 MW und einer Stromerzeugung von lediglich rund 260 MW ist Wedel vor allem für die Fernwärmeversorgung in Hamburg erforderlich. Mit weit mehr als der doppelten Leistung wird Moorburg aber nun nicht mehr einfach Wedel ersetzen.

Eine moderne und klimafreundliche Alternative für die weitere Fernwärmeversorgung der Hansestadt wäre der Neubau von einem maximal 800 MW großem oder besser mehreren kleineren Gas-und Dampfkraftwerken (GuD), die mit Gas betrieben werden. Gegenüber der Kohle entstehen beim Gas während der Verbrennung weniger als die Hälfte der klimaschädlichen CO2-Emissionen.

Wichtig ist aber auch, dass der Wirkungsgrad  von gasbetriebenen GuD-Kraftwerken gegenüber Kohlekraftwerken erheblich höheren ist. Damit wird weniger eingesetzter Rohstoff verschwendet und damit die Umwelt weniger belastet. Während das Kohlekraftwerk Moorburg selbst unter idealen Bedingungen einen Wirkungsgrad von maximal 60 Prozent erreicht, kommen moderne GuD-Kraftwerke leicht auf 80 und mehr Prozent. Zum Nutzen der Umwelt und des Klimas: Denn so muss weniger Abwärme in die ohnehin schon hoch belastete Elbe abgeleitet werden.

Kohlestrom blockiert erneuerbare Energien

Kohlekraftwerke wie das im Bau befindliche Klimamonster Moorburg blockieren die für den weltweiten Klimaschutz dringend erforderlichen Umbau der Energieversorgung.

Kohlekraftwerke rentieren sich aufgrund der hohen Kapitalkosten beim Bau nur dann, wenn sie mindestens 40-50 Jahre am Netz sind. Damit schreiben Kohlekraftwerke die CO2-Emissionen langfristig auf hohem Niveau fest. Gleichzeitig sorgen sie für ein Überangebot von Strom. Dadurch werden Investitionen in die Erneuerbaren Energie unretabler.

Fast die Hälfte der heutigen CO2-Emissionen entstehen bei der Stromerzeugung, vor allem durch die Verbrennung von Braun- und Steinkohle. Die erneuerbaren Energien aus Wind, Wasser, Sonne und dezentralen und mit Biogas betriebenen Blockheizkraftwerken (gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme) sind seit Jahren auf dem Vormarsch und schon heute erzeugen sie 15 Prozent des Stromverbrauchs. Während die Bundesregierung im Jahr 2020 rund 30 Prozent erwartet, geht die Branche der erneuerbaren Energien davon aus, dass es bis zu 47 Prozent sein können, wenn die Rahmenbedingungen im Erneuerbare Energien Gesetz beibehalten werden. Zusätzlich zu den Erneuerbaren Energien müssen aber auch Energieeinsparmaßnahmen und Effizienzsteigerungen als weitere Säule für die Energiewende deutlich stärkere Bedeutung bekommen.

Es wäre noch mehr machbar, wenn Stromkonzerne wie Vattenfall, E.ON und andere nicht weiter auf Steinzeit-Technologien setzten würden und ihre Milliarden endlich in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investieren würden. Doch statt Klimaschutz steht bei den großen Stromkonzernen die Dividende ganz oben auf der Agenda.

CO2-Abtrennung als Rettung?

Das Problem der enorm hohen CO2-Emissionen wollen die Stromkonzerne durch die sogenannte Abtrennung in den Griff bekommen. Carbon Dioxide Capture and Storage, kurz CCS heißt diese Technologie. Doch ob dieses Verfahren in Zukunft tatsächlich funktionieren wird, ist bis heute noch unklar, denn noch gibt es lediglich Forschungsprojekte.

Klar aber ist: Durch die sehr energieintensive CO2-Abtrennung sinkt der Wirkungsgrad der Kohlekraftwerke noch weiter ab, was eine noch größere Ressourcenverschwendung darstellt. Dadurch wird auch der Strom teurer.

Außerdem muss das abgetrennte CO2  dauerhaft so gelagert werden, dass es nicht später wieder in die Umwelt gelangt. Das soll nach den Plänen der Stromkonzerne unterirdisch erfolgen: Das CO2-Gas soll über weite Strecken vom Kraftwerk per Pipelines transportiert und in tiefe Gesteinsformationen verpresst werden. Ob das funktioniert und diese unterirdischen Lager dauerhaft dicht bleiben, ist heute noch ungeklärt.

Auch hier gilt: Statt weiter in eine falsche Dinosaurier-Technik zu investieren und das System von Energie- und Ressourcenverschwendung mit der Folge einer Klimakatastrophe weiter zu betreiben, ist eine Kehrtwende sinnvoller: Energieeinsparung, Energieeffizienz und Ausbau eines dezentralen und erneuerbaren Energiesystem.

ROBIN WOOD fordert

"¦ einen Verzicht auf die Trasse, einen Baustopp für das Kohlekraftwerk Moorburg sowie einen grundlegenden Wechsel in der Energiepolitik der Stadt: weg von extrem klimaschädlichen Großkraftwerken in der Hand marktbeherrschender Konzerne hin zu dezentralen Strukturen auf Basis erneuerbarer Energien.

Der Bau der Trasse ist zudem ein Paradebeispiel dafür, wie die Stadt Hamburg Rechte von AnwohnerInnen bei der Planung großer Bauvorhaben missachtet, einseitig Wirtschaftsinteressen berücksichtigt und städtisches Grün vernichtet.

Kontakt und weitere Informationen:

Vor Ort: Cécile Lecomte, Aktivistin, Tel. 0171 / 835 95 15

Dirk Seifert, Energiereferent, Tel. 040 / 380892-21

Ute Bertrand, Pressesprecherin, 040 / 380 892-22

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Wollen sie, dass Energie aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse statt aus Atomenergie und Kohle erzeugt wird? Dann überlassen Sie die Entscheidung unserer zukünftigen Energieversorgung nicht Konzernen wie Vattenfall, E.ON, EnBW, und RWE. Entscheiden Sie! Wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter.

Alle Informationen zum Stromwechsel unter: http://www.robinwood.de/stromwechsel/

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