Unterschreiben für die Stilllegung der Uranfabrik

Uranfabrik Gronau stilllegen

Zur Urankonferenz am 4. Februar in Münster hat ROBIN WOOD einen Informationsflyer über die Uran- anreicherungs- anlage in Gronau veröffentlicht. Diesen Flyer können sie hier downloaden (PDF) oder über info(at)robinwood.de bestellen.

Im ROBIN WOOD-Magazin:

Frischer Wind für alle - Windbranche zwischen Leiharbeit und Tarifvertrag

Ohne Ende Gorleben

Stilllegung der Atomkraftwerke

Aktueller Flyer: Desaster Atommüll-"Entsorgung" (PDF)

ATOMFORUM ABSCHALTEN!

Di, 22.05.2012, 18:00 Uhr, Liederhalle Stuttgart, Demo zum Schlossplatz

Das Deutsche Atomforum tagt ab dem 22. Mai 2012 in der Stuttgarter Liederhalle. Trotz Fukushima, Tschernobyl und Harrisburg treffen sich dort die wichtigsten Lobbyisten der Atomindustrie. Sie wollen hinter verschlossenen Türen nach Wegen zum europaweiten Ausbau der Atomenergie suchen und Gorleben als Endlager durchsetzen.

Die Suche nach einem Konzept und Standort für den weiteren Verbleib des hochriskanten Atommülls darf nicht den Weiterbetrieb der AKWs ermöglichen. Sofortiger Stopp der Atommüllproduktion! Die ungeeigneten Standorte Gorleben und Schacht KONRAD müssen für die Endlagerung endlich vom Tisch. Keine Bürgschaften für Atomanlagen im Ausland, und keine Verharmlosung durch Vertreter der Atomlobby in der Internationalen Atom-Energie-Organisation (IAEO) und der UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Mehr Informationen...

 

NRW Aktionstour: Uranfabrik Gronau abschalten!

Uranfabrik Gronau abschalten, sonst steigen wir euch aufs Dach. Unter diesem Motto startet ROBIN WOOD mit Initiativen aus NRW eine AKTIONSTOUR vom 8.- 12. Mai. Anlass sind die Landtagswahlen in NRW, dem Bundesland, in dem die Uranfabrik Gronau steht! Den Ausstieg wählen - Aktionen mitmachen! Unterstützen Sie auch unseren Online-Protest für die Abschaltung der Uranfabrik in Gronau. Mehr Informationen hier.

11. März 2012 - Ein Jahr Atomkatastrophe Fukushima

Am 11. März 2012 jährte sich zum ersten Mal die andauernde Atomkatastrophe von Fukushima. Nach einem schweren Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami versagte in dem aus mehreren Reaktoren bestehenden Atomkraftwerk Fukushima die Stromversorgung und schließlich die Kühlung. Die Folge: Die hochradiokativen Brennelemente schmolzen, es kam zu Explosionen - der Super-GAU. Die Reaktoren gerieten außer Kontrolle, große Mengen Radioaktivität verstrahlen großräumig den Nordosten von Japan und das Meer. Rund um die Reaktoren ist eine 20 km große Sperrzone eingerichtet. Auch außerhalb dieser Zone wurden in vielen Regionen deutlich erhöhte radioaktive Belastungen festgestellt und Evakuierungen durchgeführt. Rund 100.000 Menschen sollen aus den betroffenen Gebieten evakuiert worden sein.

Am 11. März 2012 haben in Deutschland rd. 50.000 Menschen an sechs Atomstandorten an diese Katastrophe erinnert, den Opfern gedacht und sich für einen umfassenden Atomausstieg eingesetzt! Mehr erfahren sie hier.

Lichterkette 2012 durchs Braunschweiger Land

Ein Jahr nach der Fukushima-Katastrophe gab es am 11. März, Punkt 19.00 Uhr, eine Lichterkette quer durch die Region. Wie schon 2009 verbindet sie die Atommüll-Brennpunkte des havarierten Atommülllagers Asse II und des ungeeigneten aber dennoch weiterhin vorbereiteten ehemaligen Erzbergwerks Schacht Konrad in Salzgitter-Bleckenstedt. Als weiterer Brennpunkt kam die atommüllverarbeitende Firma Firma Eckert&Ziegler in Braunschweig-Thune hinzu, so dass die Lichterkette diesesmal 80 km lang war.
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Widerstand gegen Uranfabrik Gronau wächst

200 AktivistInnen aus sieben Ländern und über 40 Organisationen haben am 4. Februar in Münster auf der "internatonalen Urankonferenz" über den weltweiten Uranhandel sowie die damit verbundenen Atomtransporte und Risiken diskutiert. Im Zentrum stand die Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau, die unbefristet weltweit Atomanlagen mit Brennstoff versorgen darf.

Hier finden Sie die Abschlusserklärung der KonferenzteilnehmerInnen. (PDF)

Einen Tag vorher haben Aktive von ROBIN WOOD, dem SOFA Münster und dem Münsterländer Aktionsbündnis gegen Atomanlagen gegen die UAA Gronau und die Atomtransporte mit einer Banner-Aktion protestiert. Mit fünf Transparenten machten sie am Hauptbahnhof in Münster auf den weltweiten Uranhandel und dessen Risiken aufmerksam. Hier geht es zur Pressemitteilung mit mehreren Aktionsfotos (unten auf der Seite).

Mehr zum Thema Uran. 

Urankonferenz - UAA Gronau stoppen

Ganz Deutschland steigt aus der Atomenergie aus? Nein! Trotz des Risikos atomarer Katastrophen sind immer noch neun Atommeiler am Netz und dürfen trotz ungelöster Endsorgung auch weiterhin Atommüll produzieren. Schrittweise sollen sie bis Ende 2022 abgeschaltet werden. Nicht abgeschaltet werden sollen aber Atomfabriken wie die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Herstellung von Brennelementen in Lingen. Der Betrieb dieser Anlage ist bis heute nicht befristet! Beide Anlagen produzieren den Uranbrennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt! Das hat mit Atomausstieg nicht viel zu tun.

Daher veranstalten am 4. Februar 2012 zahlreiche Organisationen und Initiativen - darunter auch ROBIN WOOD - in Münster eine "Urankonferenz". Von den Risiken des Uranabbaus bis hin zu den Gefahren der Urananreicherungsanlage Gronau und den zahllosen damit verbundenen Atomtransporten wird informiert und diskutiert. Mehr Infos unter: http://www.urankonferenz2012.de/

Moorburg-Trasse am Ende?

Im Rahmen des Volksbegehrens "Unser Hamburg unser Netz" hat der Hamburger Senat Ende November sein Verhandlungsergebnis mit Vattenfall und E.on vorgelegt. Statt einer vollständigen Übernahme der Netze will der SPD-Senat lediglich einen Anteil von 25,1 Prozent übernehmen und die Netze weiter mit den Atomkonzernen betreiben. Ein wichtiges Verhandlungsergebnis ist aber: Die umstrittene Fernwärmetrasse Moorburg soll gestoppt werden und stattdessen ein moderenes GuD-Kraftwerk die Fernwärmeversorgung übernehmen. Zwar steht diese Regelung noch unter einem Wirtschaftlichkeitsvorbehalt von Vattenfall, aber damit dürfte der Bau dieser klimaschädlichen Leitung möglicherweise vom Tisch sein. Mehr: Bewertung Verhandlungsergebnis Hamburg

AKTUELLE ENERGIE - AKTIONEN UND  - MELDUNGEN

ROBIN WOOD-Aktion 2010

 

CASTOR 2011

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Zweiter Anlauf für die Moorburgtrasse - Vattenfall auf Kohlekurs

Am 18. November wird die Anhörung im Genehmigungsverfahren für die von Vattenfall geplante Fernwärmetrasse vom Kohlekraftwerk Moorburg durch Hamburg-Altona stattfinden. Mehr Informationen

Morsleben - Rausholen statt schließen

Im Oktober 2011 fand der Erörterungstermin für die vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beantragte endgültige Schließung des Atommülllagers Morsleben.

weitere Infos hier

 

 

1. Die Katastrophe von Fukushima hält immer noch an. Die drei Reaktoren, in denen die hochradioaktiven Brennelemente geschmolzen sind, sind außer Kontrolle. Umgebung und Wasser sind radioaktiv belastet und noch immer tritt Radioaktivität aus. Nach Erdbeben und Tsunami versagte die Kühlung, brach die Stromversorgung bis hin zu den Notsystemen zusammen. Im Umkreis von 20 km und in einigen Bereichen auch weiter vom Reaktor entfernt sind ca. 90.000 Menschen evakuiert. Noch immer ist anzunehmen, dass der Betreiber Tepco als auch die japanische Regierung nicht in vollem Umfang über die Ursachen und Folgen der Katastrophe informiert.

2. Die Katastrophe von Fukushima macht klar: Schwerste Atomunfälle bis hin zur Kernschmelze und zum Super-GAU sind auch in hoch technologisierten Ländern jederzeit möglich. Der Super-GAU ist kein Restrisiko. Im sogenannten Kalkar-Urteil haben die Richter am Bundesverfassungsgericht 1978 festgestellt: "Ungewißheiten jenseits dieser Schwelle praktischer Vernunft sind unentrinnbar und insofern als sozial adäquate Lasten von allen Bürgern zu tragen." Mit diesem Urteil hatten die Richter die Grundlage geliefert, nach der bestimmte Unfälle nicht weiter zu berücksichtigen sind, wenn die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens als äußerst gering anzusehen ist. Eigentlich haben schon Harrisburg, Tschernobyl und auch die Terror-Angriffe vom September 2001 in New York und Washington gezeigt, dass schwerste Atomunfälle nicht jenseits, sondern diesseits der „Schwelle praktischer Vernunft“ liegen. www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-9157769.html

Vor diesem Hintergrund ist und bleibt die Atomenergie aufgrund ihrer enormen Schadenspotentiale unverantwortbar. In jedem Atomkraftwerk kann es zu einer Kernschmelze und zu einer enormen Freisetzung von Radioaktivität kommen. Nur die sofortige Stilllegung der AKWs kann dieses Risiko ausschließen.

Die deutschen Reaktionen auf Fukushima sind vor diesem Hintergrund nur teilweise als Neubewertung des Restrisikos zu bezeichnen und sicherheitstechnisch nicht nachvollziehbar.

3. Die Stilllegung von sieben Reaktoren und dem AKW Krümmel ist beschlossene Sache. Stufenweise sollen bis 2022 die verbleibenden neun AKWs abgeschaltet werden, sechs AKWs aber erst zum Ende dieser Phase. Das wirft in jedem Fall auch die Frage auf, inwieweit der Ausstieg unumkehrbar ist oder ob nicht ab 2020 erneut eine Debatte über Laufzeitverlängerungen einsetzt. Noch unklar ist, ob einer der acht Alt-Meiler bis 2013 für angebliche Stromengpässe im Winter in Bereitschaft gehalten wird.

Stilllegungsfahrplan der Bundesregierung (Juni 2011)

4. Die schwarz-gelbe Bundesregierung macht mit diesem Vorgehen die erst vor wenigen Monaten beschlossene Laufzeitverlängerung rückgängig und stellt den bis dahin geltenden Status-Quo in etwa wieder her. Damit wird der Atomausstieg gegenüber den alten Vorgaben also nicht wirklich forciert.

5. In Sachen Endlagerung soll nun eine „ergebnisoffene Endlagersuche“ beginnen und bis Ende des Jahres ein entsprechendes „Suchgesetz“ vorgelegt werden. Damit sollen nun neben Gorleben (!) weitere mögliche Standorte untersucht werden. Ein Moratorium für die derzeit laufenden Arbeiten in Gorleben ist bislang nicht vorgesehen.

6. Im Rahmen der ebenfalls jetzt anstehenden Novellierung des Erneuerbaren Energie Gesetzes plant die Bundesregierung gegenüber der Zeit vor Fukushima und trotz des Atomausstiegs keine Forcierung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Weiterhin wird lediglich ein Anteil von 35 Prozent an der Stromerzeugung im Jahr 2020 angestrebt. Dabei haben bereits Branchenprognosen (Lobby der Erneuerbaren Energien) im Jahr 2009 ausgesagt, dass unter den politischen und rechtlichen Bedingungen von 2009 ein Anteil von 47 Prozent Erneuerbare Energien an der Stromerzeugung möglich wären. Selbst wenn man diese Zahl als etwas zu optimistisch ansehen mag: Würde jetzt nach Fukushima ernsthaft der Ausbau forciert werden, also die Rahmenbedingungen für die Erneuerbaren insgesamt gegenüber 2009 noch einmal verbessert, dann wäre klar, was möglich wäre. Auch hier lässt sich davon ausgehen, dass damit vor allem die vier Konzerne unterstützt werden sollen. Im Rahmen der Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes ist eine Stärkung der Off-Shore-Windenergie vorgesehen, die vor allem den vier großen helfen soll. Auch in Sachen Kohlekraftwerke, CCS-Lagerung aber auch im Bereich Netzausbau wird deutlich, dass die großen vier Konzerne weiterhin als Global-Player deutscher Energiepolitik angesehen und unterstützt werden.

Für die CDU/CSU und FDP mag die jetzige Kehrtwendung ihrer bisherigen Energiepolitik ein großer Schritt sein. Eine Neubewertung der Risiken der Atomenergie infolge der Erkenntnisse aus der Katastrophe von Fukushima ist diese Politik nur sehr begrenzt. Das Risiko von schweren Atomunfällen bleibt für die nächsten zehn Jahre weiterhin bestehen. Sicherheitstechnische Nachrüstungen, die sich aus den Ereignissen für Fukushima für die Reaktoren, die noch am Netz bleiben sollen, sind nicht vorgesehen.