Klimaschutz statt Kohleschmutz
Im ROBIN-WOOD-Magazin finden Sie folgende Artikel zur Kohlepolitik:
Immer neue Kohle-Kraftwerke. Warum das Gift für Mensch, Umwelt und Klima ist, erfahren Sie in diesem Informations-Flyer. download Flyer (pdf, rd. 180 kB) Wir senden das Faltblatt auch gerne zu: Mail an info(at)robinwood.de oder Tel. 0421-598288
Nicht nur Klimakiller!
Kohlekraftwerke sind nicht nur Klimakiller. Das zeigt ein Artikel von Bettina Reis über den Kohleabbau in Kolumien, der im November 2009 in der Zeitschrift Ila, Initiative Lateinamerika-Nachrichten, erschienen ist: Zum Artikel
NEIN zu Kohlekraftwerken!
Anti-Kohle-Initiativen an anderen Orten:
Gegen Kohlekraftwerk Moorburg - Aktion im Hamburg Hafen
ROBIN WOOD protestiert gemeinsam mit dem Bündnis GEGENSTROM 13 gegen das im Bau befindliche Vattenfall-Kohlekraftwerk in Hamburg Moorburg. Mit dem Floss ROBINA WOOD am 10. Mai im Hamburger Hafen... mehr Infos hier.
Klimaschutz statt Kohleschmutz
Klimawandel total global
Die Klimakatastrophe hat längst begonnen. Die Folgen des menschlich verursachten Anstiegs der Temperaturen auf unserem Planeten können nur noch begrenzt, aber nicht mehr aufgehalten werden.
International wird um Maßnahmen gerungen, die Erderwärmung auf nicht mehr als zwei Grad Celsius im globalen Mittel steigen zu lassen. Schon dieses Ziel stellt eine große Aufgabe dar und erfordert umfassende Veränderungen im Energie- und Verkehrssektor sowie in der Land- und Forstwirtschaft.
Hauptverursacher des Klimawandels sind die westlichen Industriestaaten, die aktuell und historisch für den überwiegenden Teil der viel zu hohen CO2-Emissionen verantwortlich sind. Sie tragen auch die Verantwortung dafür, dass die von vielen WissenschaftlerInnen und Umweltorganisationen vorgetragenen Warnungen vor einer Klimakatastrophe jahrzehntelang ignoriert wurden.
Die Folgen des späten Handelns: Weltweit sind 20 Millionen Menschen vor den Auswirkungen der Erderwärmung auf der Flucht. Extremwetterlagen haben zugenommen, Wassermangel und Wüstenausbreitung zerstören die Lebensgrundlagen von immer mehr Menschen. Noch größere Armut, noch mehr Elend und die Flucht als letzter Ausweg sind Ergebnis des Klimawandels und der Energiepolitik in den westlichen Industriestaaten. Dafür tragen Politik und Stromkonzerne die Verantwortung.
Kohlekraftwerke statt Klimaschutz
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Ausstoß gefährlicher Treibhausgase zu reduzieren. Bis 2020 soll er um bis zu 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 verringert werden. Dies ist aus Sicht von ROBIN WOOD nicht ausreichend. Außerdem ist zweifelhaft, ob das Ziel erreicht wird, denn zwischen Anspruch und Taten der Bundesregierung klafft eine große Lücke. So lässt es die Politik geschehen, dass die großen Stromkonzerne den Bau von mindestens 19 neuen Kohlekraftwerken allein in Deutschland planen. Wenn sie tatsächlich gebaut werden, bleibt der Klimaschutz völlig auf der Strecke.
Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass mit einem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien, der Kraft-Wärme-Kopplung und der Verbesserung der Energieefizienz in Gebäuden bis 2020 ca. 95 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden könnten. Gingen die neuen Kohlekraftwerke wie geplant in Betrieb, würden allein sie die Atmosphäre mit über 130 Millionen Tonnen klimaschädlichen CO2-Emissionen belasten.
Besonders schädlich für das Klima ist der Einsatz von Braunkohle, den vor allem RWE und Vattenfall betreiben. Bei der Verbrennung von Braunkohle entsteht rund ein Viertel mehr CO2 als bei Steinkohle. Außerdem verlieren Menschen durch Zwangsumsiedlungen für den heimischen Braunkohletagebau ihre Heimat, große Landstriche werden verwüstet und verkarsten durch die großflächige Absenkung des Grundwassers.
Die Klimaschutzziele der Bundesregierung können nicht erreicht werden, wenn die Energiekonzerne ihre Pläne durchsetzen. Aber gegen Vattenfall, E.on, RWE, EnBW und andere internationale Klimakiller-Unternehmen mag die Bundesregierung bis heute nicht vorgehen. Im Gegenteil: Ausgerechnet Lars Josefsson, Chef des Klimakiller-Konzerns Vattenfall, der rund 80 Prozent seines Stroms in der besonders dreckigen Braunkohle erzeugt, ist klimapolitischer Ratgeber der Bundeskanzlerin!
Konzerne blockieren Energiewende
Die vier großen Konzerne Vattenfall, E.on, RWE und EnBW teilen sich - trotz der so genannten Liberalisierung - 80 Prozent des gesamten Strommarktes in Deutschland. Diese Marktmacht nutzen die Konzerne seit Jahren schonungslos aus. Mit Milliardengewinnen ausgestattet, blockieren sie die Energiewende. Ihre wirtschaftlichen Interessen sind es, vor denen die Bundesregierung einknickt. Und wegen dieser Interessen sollen entgegen allen klimapolitischen Erfordernissen riesige Kohlekraftwerke neu gebaut werden. Alle Stromkonzerne beteuern, ihre Anlagen seien „modern“ und dienten dem Klimaschutz. Doch noch immer geben die Kraftwerke rund die Hälfte der eingesetzten Energie als Abwärme in Flüsse und Luft ab - eine enorme und unverantwortliche Energieverschwendung!
Außerdem versuchen die Energiekonzerne mit dem Hinweis auf die CO2-Abtrennung (CCS) der Klimakritik etwas entgegen zu setzen. Dabei ist klar, dass diese Technik keinesfalls vor dem Jahr 2020 verfügbar sein wird. Noch ist offen, ob sie überhaupt zum Einsatz kommen wird: Die bislang vorliegenden Erkenntnisse über die industrielle Anwendbarkeit der CO2-Abtrennung weisen darauf hin, dass die Energieefizienz der Kraftwerke noch weiter reduziert wird und gleichzeitig deutlich höhere Kosten entstehen werden. Außerdem ist ungeklärt, ob, wo und wie das CO2 nach der Abtrennung sicher gelagert werden kann.
Auch über die gesundheitlichen Risiken durch die "modernen" Kohlekraftwerke schweigen die Konzerne. Beispielsweise werden die neuen Kohlekraftwerke die gesundheitsschädlichen Feinstaub-Emissionen weiter erhöhen. Vermehrte Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen sind die Folge. Immer mehr Ärzte warnen inzwischen vor dem massiven Neubau von Kohlekraftwerken, weil die Feinstaub-Belastung in der Bundesrepublik schon jetzt viel zu hoch ist. Statt neuer Kohlekraftwerke fordern sie eine deutliche Reduzierung der bislang zulässigen Grenzwerte für Feinstaub.
Statt reden - jetzt handeln!
ROBIN WOOD setzt sich für den Ausstieg aus der Kohleverstromung ebenso wie für das Ende der Atomenergie ein.
Eine klimapolitisch verantwortliche Energiepolitik muss auf drei Pfeilern basieren: 1.) Energieeinsparung, 2.) Energieefizienz sowie 3.) dem Einsatz erneuerbarer Energien und von Kraft-Wärme-Kopplung, also der gleichzeitigen Erzeugung und Nutzung von Strom und Wärme.
Eine dezentrale Energieerzeugung muss die auf fossilen und atomaren Risiken basierenden Großkraftwerke ablösen und ist technisch innerhalb weniger Jahre machbar. Nur so wird es möglich sein, die weitere Erwärmung der Erde zu begrenzen und eine massive Reduzierung der Treibhausgase zu erreichen.
Gemeinsam mit anderen Umwelt-Engagierten werden wir an möglichst vielen geplanten Standorten für eine zukunftsfähige Energiepolitik aktiv werden. Helfen Sie mit, dass die Kohle-Pläne der großen Stromkonzerne scheitern. Engagieren Sie sich bei ROBIN WOOD oder in den lokalen Bürgerinitiativen.


