Hände weg von Gartenmöbeln aus Raubbauholz

Augen auf beim Gartenmöbelkauf!

Im Frühjahr haben Gartenmöbel Saison. Etliche Geschäfte bieten wieder Gartenmöbel aus Tropenholz an, für die Regenwälder zerstört werden.

Um Bedenken der VerbraucherInnen zu zerstreuen, finden sich oft Etiketten mit blumigen Versprechen an den Möbeln und in Werbeblättchen. Das Holz stamme "aus nachweislich kontrollierter Forstwirtschaft" oder aus "nachhaltig bewirtschafteten Plantagen", wird da beispielsweise behauptet. Nachvollziehbare Belege dafür aber können die Anbieter allzu oft nicht beibringen.

ROBIN WOOD rät, sich nicht blenden zu lassen und Raubbau-Möbel konsequent zu meiden. Regenwälder sind ein wertvolles Naturerbe. Sie können dazu beitragen, dass es nicht für unsere Möbel ruiniert wird.

Das können Sie tun

  • Kaufen Sie Gartenmöbel aus Hölzern aus der hiesigen Region: Robinie, Eiche, Esskastanie (vertragen auch Regenwetter); Lärche, Kiefer (besser trocken lagern). Behalten Sie Ihre Entscheidung nicht für sich: Sagen Sie es Ihrem Händler!
  • Beschweren Sie sich, wenn Sie Gartenmöbel aus Raubbau-Tropenholz in einem Geschäft sehen.
  • Schicken Sie uns dubiose Öko-Versprechen und verdächtige Zertifikate.
    (eMail oder per Post an die Pressestelle)
  • Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.

 

Gartenmöbel-Kampagne 2007

Pressemitteilung vom 30.3.2007:
OBI zieht Konsequenzen - Baumarktkette stoppt Verkauf kritisierter Tropenholz-Gartenmöbel

Pressemitteilung vom 29.3.2007:
OBI patzt bei Tropenholzmöbeln - ROBIN WOOD fordert Baumarktkette auf, beanstandete Ware sofort aus dem Verkauf zu nehmen

Pressemitteilung vom 21.3.2007:
Hehlerware aus Tropenwald-Raubbau - ROBIN WOOD warnt vor dem Kauf von Gartenmöbeln aus Tropenholz und gibt Tipps zum verantwortungsbewussten Einkauf

Ergebnisse der ROBIN WOOD-Recherche zu Gartenmöbeln (pdf, ca. 24 kB).

Die Ladenkette Butlers verkauft Regiestühle aus dem tropischen Holz Nyatoh, das aus Indonesien stammt. Auf Nachfrage konnte Butlers dafür kein FSC-Zertifikat vorlegen.

ROBIN WOOD hat im März 2007 bei einer Stichprobe im Hamburger Handel Etiketten mit dubiosen Öko-Versprechen gefunden. Hier ein Beispiel aus dem Gartencenter "Meyer's Mühle":

 


29.3.2007 Die Baumarktkette OBI ist mit Tropenholz-Möbeln mit einem ungültigen FSC-Zertifikat sowie einer Reihe unzertifizierter Gartenmöbel vor allem aus Teak in die diesjährige Garten-Saison gestartet. ROBIN WOOD überprüfte die an den Gartenmöbeln befestigten Zertifikate des FSC (Forest Stewardship Council) und fand heraus, dass die Gartenmöbelserie "Brasil" ein ungültiges Zertifikat trägt. (mehr...)

30.3.2007 Auf Druck von ROBIN WOOD hat die Baumarktkette OBI drei ihrer diesjährigen Gartenmöbel-Serien aus dem Verkauf genommen. Diese Entscheidung teilte das Unternehmen gestern Abend der Umweltorganisation per Fax mit. (mehr...)

 

 

Faltblatt

Gartenmöbel-Faltblatt

 

Unser Faltblatt
Keine Gartenmöbel aus Tropenholz!
können Sie als pdf-Datei (ca. 160 kB) ansehen und speichern
oder in gedruckter Form bestellen bei:

ROBIN WOOD-Geschäftsstelle
Postfach 10 21 22
28021 Bremen
Tel. 0421 - 598 288
info(at)robinwood.de


Was tut ROBIN WOOD? Wir recherchieren ...

Tropenholz-Gartenmöbel

ROBIN WOOD hat die Teakplantagen in Indonesien untersucht, hat die Gartenmöbelfabriken Vietnams besucht und die halbzerstörten Wälder Kambodschas besichtigt, aus denen das Holz für die Fabriken stammt.

Wir haben inzwischen viele Hersteller zu ihren Gartenmöbeln befragt und auf Messen, Ausstellungen und in Geschäften Tropenholz-Produkte überprüft. Dabei stießen wir in den vergangenen Jahren auf eine Menge Lügen, von der angeblich umweltgerechten Teakernte in Burmas Urwäldern, gegen die "internationale Umweltorganisationen keinerlei Einwände erheben" bei Teak und Garden bis zum gefälschten FSC-Zertifikat bei Tchibo!

... handeln ...

Wir haben diese Skandale in Fernsehen, Radio und Presse öffentlich gemacht! Wir haben Dächer und Eingänge kleiner und großer Unternehmen wie Praktiker Baumärkte, Bauhaus, IKEA oder Strauss Innovation besetzt und mit diesen und weiteren Unternehmen direkt verhandelt.

Daneben haben wir Hunderte von Info- und Mahnbriefen an Händler im In- und Ausland verschickt. Und wir helfen VerbraucherInnen, die Alternativen suchen.

... und haben Erfolg:

Bauhaus und Praktiker verzichten nach ROBIN WOOD-Aktionen auf Tropenholz-Produkte ohne unabhängiges FSC-Gütesiegel. Nach intensiven Gesprächen sind auch Kaufhalle, Kaufhof, Real, Extra, Metro C&C und Hornbach dazu bereit. Außerdem haben Ikea und Tchibo ihre Tropenholzpolitik überdacht, nachdem ROBIN WOOD die Öffentlichkeit alarmiert hatte. Weitere Unternehmen sind mit ROBIN WOOD in Verhandlung. Obi und Otto-Versand verfolgen ebenfalls einen verantwortungsvollen Tropenholzeinkauf.

Auch in Südostasien sind erste Erfolge sichtbar: In Kambodscha, Laos und Vietnam werden auf Initiative von Möbel-Großhändlern erste FSC-Muster-Forstwirtschaften geplant.