Flyer Atomtransporte stoppen

 

Was, wenn die Menschen von Atomtransporten vor Ihrer Haustür wissen?

 

 

Info-Tour gegen Uran-Transporte !

Anti-Atom-Gruppen und ROBIN WOOD rufen zu Streckenaktionen wie Beobachtungen und Mahnwachen zum 1. Transport mit Uranerzkonzentrat auf, der ab dem 12. Sept. 2015 im Hamburger Hafen ankommt und bekannt wird. Als Auftakt gibt es am Sonntag, 13. September 2015 in Hamburg-Wilhelmsburg von 15 bis 18 Uhr einen Schienensparziergang (Demo).Start- und Endpunkt ist die Umweltbehörde.

ROBIN WOOD möchte mit einer Aufklärungs-Tour über Atomtransporte informieren und zu den Aktionen mobilisieren:

Montag, 24. August, Lüneburg, Info- und Mobilisierungsveranstaltung (Katzenstr. 2)

Samstag 29. August, 14 Uhr Workshop auf dem Camp gegen den Frankfurter Flughafen

Dienstag, 8. September, 21 Uhr in Göttingen: Infoveranstaltung im Jugendzentrum Innenstadt (Juzi) in der Bürgerstr. 41

13. September in Hamm: Workshop auf dem Eine-Welt und Umwelttag von 13 bis 18 Uhr im Maxipark

Montag, 14. September, 19 Uhr in Köln-Kalk im Naturfreundhaus, Kapellenstraße 9a

 

Vortrag vor Ort organisieren?
Wenn Sie Tobias Darge zu einem Vortrag einladen möchten, melden Sie sich gerne! Kontakt: tobias.darge(at)robinwood.de Tel. 0176 24249815

Gemeinsame Kampagnen-Homepage


Trotz des von der Bundesregierung beschlossenen „Atomausstiegs“ rollen unzählige geheime Atomtransporte durch die Deutschland, den nicht nur im Ausland, auch in Deutschland laufen immer noch acht Atomkraftwerke. Die Castor-Transporte nach Gorleben waren dabei nur die Spitze des Eisbergs. Täglich fahren Atomtransporte durch das Land, die meisten unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Transportiert werden gefährlich radioaktive Stoffe wie Uran in Form von abgebautem Uranerzkonzentrat, Uranhexaflourid, bestrahlte und unbestrahlte Brennelemente, hoch-, mittel-, und schwachradioaktive Abfälle und radioaktiv kontaminierte Großkomponenten.

Lange bevor Brennelemente für Atomkraftwerke produziert werden können, durchläuft das radioaktive Uran mehrere Verarbeitungsschritte in weltweit verstreut liegenden Spezialfabriken. Dafür wird es kreuz und quer durch Deutschland und Europa transportiert. Uran wird in weit entfernten Ländern wie Kasachstan, Kanada, Namibia oder Australien abgebaut. Dabei fallen große Mengen Abraum an, radioaktives Radon wird frei, von dem die BergarbeiterInnen Lungenkrebs bekommen können.

Das gewonnene Uranerzkonzentrat wird per Schiff u.a. zum Hamburger Hafen transportiert und von dort aus in Güterzügen über Hamburg-Maschen, Buchholz (Nordheide), Bremen, Osnabrück, Münster, Hamm, Köln-Bonn, Koblenz und Trier zur Urankonversion nach Südfrankreich gebracht, wo es zu Uranhexafluorid weiterverarbeitet wird. Ein Teil davon geht anschließend wieder zurück nach Deutschland in die Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW). Das angereicherte Uranhexafluorid wird dann in Brennelement-Fabriken ins niedersächsische Lingen oder nach Schweden transportiert. Die fertigen Brennelemente werden zu Atomkraftwerken u.a. in Deutschland, Frankreich und der Schweiz gebracht, wo sie drei bis vier Jahre im Reaktor als Brennstoff genutzt und starker Strahlung ausgesetzt sind.

 

Atomtransporte - per Schiff, Bahn und LKW

Zur Ver- und Entsorgung der Atomkraftwerke sind eine Vielzahl von Atomtransporten erforderlich. Die gefährliche Fracht geht über Autobahnen, Bundes- und Kreisstraßen per Schiff und Bahn auf die Reise und dabei auch immer wieder durch dichtbesiedelte Wohngebiete. Von Atomtransporten mit Plutoniumbrennstoff und Uranhexafluorid gehen erhebliche Gefahren für die Bevölkerung aus. Sollte es zu Unfällen kommen, wären Evakuierungen und Todesfälle die Folge. Auch wegen dieser Gefahrenpotentiale beim Transport radioaktiver Stoffe setzt sich ROBIN WOOD für den Ausstieg aus der Atomenergie ein. 

Die Herstellung von Uran-Brennelementen ist aufwändig und kompliziert. Zunächst wird Uran in Minen abgebaut, verladen und zu Anlagen zur Herstellung von Urandioxid transportiert. Anschließend wird es zur Herstellung von Uranhexafluorid auf die Weiterreise gebracht. Von hier aus geht es zur Uran-Brennelement-Herstellung (in Deutschland ist das die ANF in Lingen). Anschließend erfolgt der Transport in das jeweilige AKW.

Nach ihrem Einsatz im AKW werden die dann bestrahlten hochradioaktiven Brennelemente nach einer Zeit im Abklingbecken des AKW in CASTOR-Behälter verpackt und auf dem Betriebsgelände in ein so genanntes dezentrales Zwischenlager gebracht.

Bis zum Jahr 2005 wurden die bestrahlten Brennelemente zur "Wiederaufarbeitung" nach Frankreich und England transportiert. Nach der Abtrennung des beim Reaktoreinsatz neu entstandenen Plutoniums wird dieses später zu so genannten Mischoxid-Brennelementen verarbeitet, die dann wieder in den Atomreaktoren zum Einsatz kommen.

Der größte Teil, der bei der "Wiederaufarbeitung" abgebrannter Brennelemente entsteht, ist hochradioaktiver Atommüll - für den es bis heute keine dauerhaft sichere Lagermöglichkeit gibt. Bis zum Jahr 2011 kam dieser Atommüll in CASTOR-Behältern verpackt in das Zwischenlager nach Gorleben. Nun sollen die letzten 26 CASTOREN ab 2017 auf die Zwischenlager an den AKWs in Brokdorf (Schleswig-Holstein), Biblis (Hessen), Philippsburg (Baden-Württemberg) und Isar (Bayern) verteilt werden.

 

Weitere Informationen und Bilder zu Atomtransporten:

Gemeinsame Kampagnen-Homepage

Infos zu Atomtransporten auf der Homepage der Anti-Atom-Gruppe SAND

Infos zu Atomtransporten auf der Homepage des Hamburger Anti-Atom-Büros

Flyer "Atomtransporte durch die BRD stoppen!" kostenlos bestellen

https://www.robinwood-shop.de/de/infomaterial/flyer-atomtransporte-stoppen Flyer "Atomtransporte durch Hamburg stoppen!" kostenlos bestellen

ROBIN WOOD-Magazin 2/2015: Hintergrundartikel zu Atomtransporten von Hapag-Lloyd

ROBIN WOOD-Blog Sept.2014: Während die Atommüllkommission tagt, wird in Hamburg wieder Uran umgeschlagen

ROBIN WOOD-Blog Nov.2014: Uran-Zug in Hamburg über sieben Stunden lang aufgehalten!

 

Tobias Darge
ROBIN WOOD
Stand: August 2015