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ASSE-II-Koordinationskreis
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ASSE II - Atommüll unter Wasser
Rund 126.000 Atommüllfässer lagern derzeit in dem maroden Salzbergwerk ASSE II. Durch unkontrollierte Wasserzutritte und den möglichen Einsturz von Kammern und Stollen könnte es zu einer Freisetzung von Radioaktivität in die Umwelt kommen. Am 1. Januar 2009 hat nach längeren Auseinandersetzungen ein Betreiberwechsel stattgefunden. Nicht mehr das Bundes-Forschungsministerium und das Helmholtz-Zentrum, sondern das Bundesumweltministerium und das BfS sind nun zuständig für die atomaren Hinterlassenschaften in ASSE II. Endlich soll auch das Atomrecht zur Anwendung kommen.
Die Umweltorganisation ROBIN WOOD begrüßt diese Maßnahmen, die ohne die massiven Proteste und Forderungen seitens der Anti-Atom-Initiativen nicht zustande gekommen wären.
Doch an den katastrophalen Zuständen im Atommülllager hat sich nichts geändert: Weiterhin treten über die geltenden Grenzwerte hinaus belastete radioaktiv kontaminierte Salzlaugen aus einigen Einlagerungskammern aus. 12.000 Liter mit Salz angereichertem Wasser fließen täglich unkontrolliert aus dem umgebenden Gestein in den Salzstock und gefährden die Standsicherheit.
Mit Nachdruck fordert ROBIN WOOD daher weiterhin, dass Maßnahmen für eine Rückholung des Atommülls sofort konsequent umgesetzt werden müssen. Angesichts der enormen Gefahren für Mensch und Umwelt, die mit einer Freisetzung der Radioaktivität verbunden wären, darf weder Zeit verloren werden, noch dürfen finanzielle Aspekte eine Rolle spielen. Dies ist von den Verantwortlichen auch immer wieder beteuert worden. ROBIN WOOD fordert, dass diesen Beteuerungen nun Taten folgen und nicht auf Zeit gespielt wird!
Die Sicherheit heutiger und zukünftiger Generationen muss Priorität haben und nicht etwa die Frage, wie aufwändig oder teuer einzelne Maßnahmen wären.
ROBIN WOOD-Pressemitteilungen
31.12.2011
Protest am Schacht ASSE gegen Verzögerungstaktik bei der Rückholung durch das BMU und NMU
21.9.2009
Kriterienpapier des Bundesamtes für Strahlenschutz zur Asse völlig unzureichend
28.8.2009
Atomkraftgegner kritisieren Hinhaltetaktik des Bundesamts für Strahlenschutz
5.6.2009
20 Jahre Bundesamt für Strahlenschutz - 20 Jahre Atommülldesaster
11.5.2009
Machenschaften im Atommülllager Asse II umfassend aufklären!
5.1.2009
Atommülllager ASSE II: Viel Öffentlichkeitsarbeit – wenig Taten!
Foto: ROBIN WOOD
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31.12.2011 Protest am Schacht ASSE gegen Verzögerungstaktik bei der Rückholung durch das BMU und NMU. Zur Pressemitteilung.
ROBIN WOOD Magazin
3/2009
Atommüll-Desaster ASSE II, Udo Sorgatz, ROBIN WOOD-Braunschweig (pdf, rd. 100 kB)
4/2008
Auslaufmodell Asse - Pannenserie zwingt zu Betreiberwechsel bei Asse II, Claus Schröder (Asse-II-Koordinationskreis) (pdf, rd. 400 kB)
3/2008
Der Richtungskampf: Atomkraft - Klimaschutz, Wolfgang Ehmke (Vorstandsmitglied der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.) (pdf, rd. 220 kB)
2/2008
Die Asse bringt's an den Tag, Peter Dickel (AG Schacht Konrad) (pdf, rd. 200 kB)
Weitere Informationen
- ASSE-II-Koordination www.asse2.de
- contrAtom - unabhängiges Informationsnetzwerk gegen Atomenergie
- Sammlung von Presse-Meldungen zum Thema Asse II
(frühere Nachrichten dort unter "Newsarchiv") - Biologische Wirkung ionisierender Strahlung (pdf, rd. 800 kB), Vortrag von Bettina Dannheim auf der 3. Infoveranstaltung des Asse-2-Koordinationskreises am 2.9.2008 in Remlingen






