ROBIN WOOD-Magazin 2012

Ausgabe 112/1.2012

Lobby und Politik: Die BürgerInnen müpfen auf

Für unsere Konsumgüter wie Bratfett, Chips, Waschmittel bezieht der Konzern Unilever Palmöl aus Indonesien von seinem Partner Wilmar, einem der größten Regenwaldvernichter weltweit. Der Konzern lässt für immer neue Ölpalmplantagen Tropenwald roden und vertreibt die Menschen von ihrem angestammten Land – mit brutaler Gewalt. ROBIN WOOD war im Herbst in Indonesien unterwegs, um sich dort ein Bild von der Lage zu machen. Von eindrucksvollen Begegnungen berichtet Sara-Ann Lampmann im Titel dieser Ausgabe. Und Sie erfahren, was die Menschen bewegt, die sich vor Ort gegen den Raubbau engagieren. Ende 2011 waren betroffene Menschen aus Indonesien auf Einladung von Rettet den Regenwald, Watch Indonesia! und ROBIN WOOD zu Gast in Deutschland.

30. Januar 2012: Im Stuttgarter Schlossgarten spitzt sich die Lage dramatisch zu. Am 24.1. bestätigte das Verwaltungsgericht, dass eine Räumung des Schlossgartens rechtens sei. Das Gericht machte nur eine wichtige Auflage: Der Park dürfe nicht geräumt werden, bis das Eisenbahnbundesamt die Naturschutzmaßnahmen der Bahn für ausreichend erklärt hätte. Dies geschah zwei Tage später am 26.1. Nun war grünes Licht für die Fällung der uralten Bäume im Schlossgarten und den Abriss des Südflügels gegeben, mit dem heute, am 30.1. begonnen wurde. Kei Andrews von ROBIN WOOD Stuttgart erklärt im Verkehrsschwerpunkt dieser Ausgabe, warum das Fällen der Bäume im Schlossgarten illegal ist und spricht sich für eine bürgerfreundliche Bahn in ganz Baden-Württemberg aus. Oben bleiben!

 

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Ausgabe 113/2.2012

RIO+20 und die Green Economy

Wussten Sie, dass Deutschland angereichertes Uran in alle Welt exportiert? Und das, obwohl der Atomausstieg beschlossene Sachen sein sollte? Und obwohl die politisch Verantwortlichen genau wissen, welche gigantischen Umweltschäden und Gesundheitsrisiken der Uranabbau zum Beispiel im Niger anrichtet? ROBIN WOOD hat deshalb eine Kampagne gegen die Uranfabrik im westfälischen Gronau ins Leben gerufen. In dieser Ausgabe finden Sie Hintergrundinformationen dazu und eine Unterschriftenliste, mit der Sie sich für den Stopp der Atomfabrik einsetzen können. Mehr dazu auf www.robinwood.de/uran. Herzlichen Dank fürs Mitmachen!

Auf mehr globale Gerechtigkeit setzen auch die Dayak auf der Insel Borneo. In ganz Indonesien wurde in den vergangenen Jahrzehnten der ursprüngliche Regenwald gerodet, erst für billiges Bauholz, dann für die Papierindustrie und jetzt wird der letzte Wald für gigantische Palmölplantagen abgefackelt. Wie das Volk der Dayak mit diesen Umwälzungen ihrer Lebenswelt umgeht, berichtet Christian Offer.

Solch unverzeihliche Klimasünden, wie die Vernichtung der Regenwälder, müssen beim Erdgipfel im Juni in Rio de Janeiro unbedingt auf die Agenda gesetzt werden. Ein ganz großes Thema beim Gipfel Rio+20 wird die Green Economy sein. Ob uns eine grüne Wirtschaft tatsächlich weltweite Gerechtigkeit und wirklichen Umweltschutz bringen kann, erfahren Sie im Titel dieser Ausgabe.

 

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Ausgabe 114/3.2012

Gift vom Acker

Es ist Sommer, die Getreideernte in vollem Gange und wir freuen uns über die frischen Brötchen auf unserem Frühstückstisch. Im Juli hat uns eine Meldung des Münchner Umweltinstituts den Appetit darauf allerdings gründlich verdorben. Das Institut machte auf die Folgen einer gängigen Praxis in der konventionellen Landwirtschaft aufmerksam: Kurz vor der Ernte spritzen die Landwirte glyphosathaltige Pestizide auf den Getreideacker, damit die Ähren schneller reifen und damit jegliches Unkraut zwischen den Halmen beseitigt wird. So gelangen diese Gifte frisch auf unsere Brötchen. Da ist einmal mehr angesagt auf Brot und Brötchen aus ökologischem Landbau umzusteigen – dort kommen diese synthetischen Gifte erst gar nicht zum Einsatz.

Der Einsatz von Paraquat, einem weiteren hochgiftigen Unkrautvertilgungsmittel, ist in Europa verboten. In den Ländern des Südens ist es immer noch ein Verkaufsschlager, der weltweit pro Jahr über eine Million Menschen vergiftet. Mit mehr als 50 hochgefährlichen Pestiziden machen Konzerne wie Syngenta, Bayer Crop und BASF riesige Gewinne. Mehr darüber erfahren Sie in dieser Ausgabe.

Direkt vor der Landtagswahl im Mai 2012 war ROBIN WOOD auf Anti-Atom-Tour in Nordrhein-Westfalen unterwegs. Dabei protestierten die Aktiven gegen die Uranfabrik in Gronau, die trotz vermeintlichen Atomausstiegs weiter Uranbrennstoff für AKW in aller Welt produziert. Dass die Atomaufsicht der rot-grünen Landesregierung in NRW weiter den Dornröschenschlaf hält, erklärt Ihnen Dirk Seifert, ROBIN WOOD-Energiereferent. Sie können unsere Kampagen gegen die Uranfabrik in Gronau online auf www.robinwood.de/uran unterstützen. Bitte machen Sie mit! Danke schön!

In diesem November wird ROBIN WOOD 30 Jahre alt oder besser 30 Jahre jung! Warum uns Menschen 30 Jahre unterstützen oder jetzt aktiv werden, erfahren Sie auf den folgenden Seiten. Mit unserer Geburtstags-Kampagne suchen wir 30 mal 30 neue UnterstützerInnen für ROBIN WOOD. Bitte unterstützen Sie unsere Kampagne und sprechen Sie mit Ihren FreundInnen, Verwandten und NachbarInnen! Herzlichen Dank! Mehr Informationen zur Geburtstags-Kampagne finden Sie auf: www.robinwood.de/30x30.

 

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Ausgabe 115/4.2012

30 Jahre ROBIN WOOD

Im November vor 30 Jahren wurde in einer langen Nacht in Bremen ein neuer Umweltschutzverein gegründet. Viele Namen wurden in diesen kreativen Stunden gefunden und wieder verworfen, wie zum Beispiel die „Aktionsgemeinschaft gegen das Waldsterben“. Schließlich stand ROBIN WOOD als Name fest: der Rächer der Entlaubten! Im Geburtstagsmagazin veröffentlichen ältere und junge AktivistInnen ihre ganz persönlichen Erlebnisse auf dem Schornstein oder im Gleisbett.

Viele Menschen, ob als AktivistIn oder als Förderin und Förderer unterstützen ROBIN WOOD schon lange Zeit – manche von den ersten Stunden an! Viele junge Menschen sind in der Zwischenzeit dazugestoßen und gerade diese Mischung aus Jung und Alt gibt uns eine besondere Kraft, um den Umweltsündern immer wieder öffentlichkeitswirksam aufs Dach zu steigen. Herzlichen Dank an alle dafür! Dieses Zusammenspiel hat auch unsere Kampagne zum Schutz der letzten Naturwälder in Schweden erfolgreich gemacht. ROBIN WOOD engagiert sich seit den 80er Jahren für diese Urwälder. Vor zwei Jahren sammelten unsere UnterstützerInnen rund fünfeinhalbtausend Unterschriften, die Rudolf Fenner, der ROBIN WOOD-Waldreferent, den Verantwortlichen in Schweden überreichte. Dies und das große Echo in den schwedischen Medien, haben in der Folge den Kraktjärn-Urwald vor der Abholzung bewahrt. Ein toller Erfolg!

Warum wir jetzt in Schweden wieder Druck machen müssen, erfahren Sie im Wald-Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe.

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